ArcelorMittal Hunedoara zieht den endgültigen Schlussstrich. Obwohl das Papier weiterhin an der Börse gehandelt wird, steht nach dem dauerhaften Produktionsstopp nun die Zerschlagung des rumänischen Standorts bevor. Für einen Festpreis von 12,5 Millionen Euro sollen sämtliche Anlagen und Grundstücke an den neuen Eigentümer UMB Steel übergehen.

Hohe Kosten erzwingen das Aus

Die Entscheidung zur Stilllegung im September 2025 war die Konsequenz einer wirtschaftlichen Sackgasse. Massive Energiekosten und der wachsende Druck durch Billigimporte aus Nicht-EU-Staaten hatten die Wettbewerbsfähigkeit des Werks über Jahre hinweg ausgehöhlt. Da zudem eine ausreichende staatliche Unterstützung ausblieb, sah das Management keine Perspektive mehr für eine rentable Fortführung des Betriebs auf den europäischen Märkten.

Details der Zerschlagung

Im Januar 2026 gab der Verwaltungsrat grünes Licht für den Verkauf der gesamten Substanz. Das Paket umfasst neben den Produktionsmaschinen und Industrieanlagen auch sämtliche Gebäude und Grundstücke des Unternehmens. Der Käufer UMB Steel zahlt für diese Vermögenswerte 12,5 Millionen Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

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Der Abschluss des Geschäfts ist an mehrere Bedingungen geknüpft, die bis zum 1. Juni 2026 erfüllt sein müssen:
- Zustimmung der nationalen Wettbewerbsbehörden
- Finale Genehmigung durch die Aktionäre
- Nachweis aller kumulativen Vertragsbedingungen

Die außerordentliche Hauptversammlung, die über diesen entscheidenden Schritt abstimmen sollte, war bereits für den 9. Februar 2026 terminiert.

Ein Branchenphänomen

Das Schicksal von ArcelorMittal Hunedoara spiegelt die tiefe Krise der europäischen Stahlindustrie wider. Steigende regulatorische Anforderungen und die Konkurrenz von außerhalb der Union zwingen immer mehr Traditionsstandorte zu drastischen Kapazitätskürzungen oder zur kompletten Aufgabe. Mit dem Verkauf der physischen Vermögenswerte wandelt sich die Aktie faktisch in eine Liquidationshülle, deren verbleibender Wert primär von der reibungslosen Abwicklung der Transaktion bis zum Stichtag im Juni abhängt.

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