Im australischen Sektor für Seltene Erden verschieben sich die Machtverhältnisse durch Übernahmeaktivitäten. Während die Konkurrenz neu geordnet wird, steht Arafura Rare Earths vor einem entscheidenden Update zum wichtigen Nolans-Projekt. Anleger stellen sich die Frage: Rechtfertigen die Fortschritte bei der Finanzierung die mittlerweile ambitionierte Bewertung der Aktie?

Der kommende Donnerstag, der 29. Januar 2026, markiert einen wichtigen Termin im Kalender der Aktionäre. CEO Darryl Cuzzubbo und Finanzchef Peter Sherrington werden die operativen Ergebnisse des Dezember-Quartals 2025 präsentieren. Im Fokus stehen dabei nicht nur die nackten Zahlen, sondern vor allem der Fortschritt bei der Konstruktion des Nolans-Projekts sowie der Status laufender Verhandlungen über Abnahmeverträge und Umweltlizenzen.

Das Unternehmen konnte zuletzt signifikante Meilensteine bei der Kapitalbeschaffung vermelden. Berichten zufolge sind rund 1,05 Milliarden US-Dollar an potenzieller Basisfinanzierung gesichert. Dazu zählen staatliche Unterstützungen sowie eine im Oktober 2025 durchgeführte Kapitalerhöhung, die von der Minen-Magnatin Gina Rinehart gestützt wurde. Das Projekt nördlich von Alice Springs soll künftig etwa 4 Prozent des weltweiten Bedarfs an Magnet-Seltenen-Erden decken.

Konsolidierung verändert Wettbewerb

Die Branche erlebt derzeit eine Phase der Neuordnung, die auch Arafura indirekt betrifft. Das US-Unternehmen Energy Fuels kündigte in dieser Woche ein Übernahmeangebot über 299 Millionen US-Dollar für Australian Strategic Materials (ASM) an.

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Marktbeobachter sehen hierin eine mögliche strategische Entlastung für Arafura: Energy Fuels deutete an, die von ASM geplante Raffinerie nahe Dubbo möglicherweise auf Eis zu legen. Dies würde den zukünftigen Wettbewerb bei der heimischen Verarbeitung von Seltenen Erden reduzieren und Arafuras Positionierung stärken.

Bewertung enthält Vorschusslorbeeren

Der Optimismus der Anleger spiegelt sich deutlich in der Bewertung wider. Die Aktie notiert aktuell bei 0,285 AUD, was einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 8,9 entspricht. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der direkten Vergleichsgruppe liegt bei lediglich 4,6, der breite australische Minensektor sogar nur bei 2,7.

Da Arafura als Unternehmen in der Vorproduktionsphase noch Verluste schreibt – zuletzt 19,24 Millionen AUD im jüngsten Berichtszeitraum – preist der Markt den zukünftigen Erfolg des Nolans-Projekts bereits stark ein. Die Aktie verzeichnete auf Monatssicht ein Plus von knapp 30 Prozent.

Analysten bleiben angesichts dieser Rallye vorerst zurückhaltend. Das aktuelle Konsens-Rating lautet "Hold" mit einem Kursziel von 0,31 AUD, was nur noch begrenztes kurzfristiges Aufwärtspotenzial suggeriert. Die weitere Kursentwicklung dürfte maßgeblich von den konkreten Details zum Zeitplan und den verbleibenden Finanzierungslücken abhängen, die das Management im Investoren-Call am 29. Januar offenlegt.

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