Minus 9 Prozent in vier Wochen – Apple-Anleger haben zuletzt wenig zu feiern gehabt. Doch während der Kurs auf Mehrwochentiefs konsolidiert, wittern gleich mehrere Wall-Street-Analysten eine Einstiegsgelegenheit. Der Grund: Am 29. Januar veröffentlicht der iPhone-Konzern Zahlen für ein Quartal, das das Management selbst als „rekordverdächtig" bezeichnet. Die Frage ist nicht ob, sondern wie stark die Erwartungen übertroffen werden.

Goldman Sachs sieht 13 Prozent iPhone-Wachstum

Goldman Sachs-Analyst Michael Ng bekräftigte am 20. Januar seine Kaufempfehlung mit Kursziel 320 US-Dollar. Ng erwartet für das erste Geschäftsquartal 2026 ein iPhone-Umsatzplus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr – getrieben durch 5 Prozent mehr verkaufte Geräte weltweit und einen bemerkenswerten Sprung von 26 Prozent in China. Dort hat Apple die Marktführerschaft bei Smartphones zurückerobert. Zusätzlich soll das margenstärkte Services-Geschäft um 14 Prozent zulegen, gestützt durch iCloud+, AppleCare+ und Werbeeinnahmen.

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Evercore ISI setzt sogar noch optimistischere Akzente: Die Investmentbank nahm Apple diese Woche in ihre „Tactical Outperform"-Liste auf und hält am Kursziel von 330 US-Dollar fest – dem zweithöchsten an der Wall Street. Analyst Amit Daryanani rechnet mit 17 Prozent mehr iPhone-Erlösen, da Kunden verstärkt zu den teureren Pro-Modellen des iPhone 17 greifen. Seine Prognose: Quartalsumsatz von 140,5 Milliarden Dollar und ein Gewinn je Aktie von 2,71 US-Dollar – beides über dem Konsens.

Tarife und DRAM-Kosten als Unsicherheitsfaktoren

Nicht alle Analysten sind uneingeschränkt bullish. Citi-Analyst Atif Malik senkte das Kursziel von 330 auf 315 US-Dollar, bleibt aber bei „Kaufen". Der Grund: Die Kosten für DRAM-Speicher dürften im Geschäftsjahr 2026 um 50 Prozent steigen – ein klarer Margendruck. Hinzu kommen rund 1,4 Milliarden Dollar an Zollkosten, die Apple im laufenden Quartal verbuchen wird. Wie stark diese Belastungen die Bruttomarge drücken, wird am 29. Januar genau beobachtet werden.

Der Konsens von rund 30 Analysten rechnet mit einem Umsatz von 138,3 Milliarden Dollar (plus 11,3 Prozent) und einem Gewinn je Aktie zwischen 2,65 und 2,67 Dollar. Die Zahlen decken das wichtige Weihnachtsgeschäft ab und beinhalten das erste volle Verkaufsquartal des iPhone 17. Wedbush-Analyst Dan Ives, bekannt für seine bullishe Apple-Haltung, hält am Street-High-Kursziel von 350 US-Dollar fest und bezeichnet 2026 als potenziell „monumentales Jahr", in dem der Konzern seine KI-Strategie massiv vorantreiben werde.

Was am 29. Januar zählt

Die Quartalszahlen erscheinen nach US-Börsenschluss, gefolgt von der Telefonkonferenz mit CEO Tim Cook und CFO Kevan Parekh um 23 Uhr deutscher Zeit. Neben den reinen Umsatzzahlen interessiert Investoren vor allem die regionale Aufschlüsselung – insbesondere China – sowie die Entwicklung des margenstarken Services-Geschäfts. Zudem wird der Ausblick auf das laufende Quartal entscheidend sein, nachdem Apple zuletzt wegen Zöllen und Lieferkettenrisiken vorsichtiger formuliert hatte. Von 42 Analysten stufen 24 die Aktie mit „Kaufen" oder „Stark Kaufen" ein, 16 raten zu „Halten". Das mittlere Kursziel liegt bei 289 US-Dollar – 17 Prozent über dem aktuellen Niveau.

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