Apple Aktie: Besorgnis wächst?
Apple hat 2025 stark aufgeholt, nun aber knirscht es im Kursverlauf. Nach neuen Rekordständen zum Jahresende folgt im Januar eine spürbare Abkühlung – und plötzlich rückt ein altes Thema wieder in den Mittelpunkt: die Bewertung. Entscheidend wird sein, ob die anstehenden Quartalszahlen die hohen Erwartungen rechtfertigen können.
Korrektur nach starkem Lauf
Nach der Rally im Schlussquartal 2025, als die Aktie ein neues 52‑Wochen-Hoch markierte, hat sich die Stimmung zum Jahreswechsel deutlich eingetrübt. In den ersten Januarwochen kam es zu Gewinnmitnahmen, begleitet von einem breiteren „Bewertungs-Reset“ im Tech-Sektor.
Der Titel steht aktuell unter Druck: Auf Sicht von sieben Tagen hat die Aktie leicht verloren, während sie über 30 Tage deutlich zugelegt hat. Mit einem Schlusskurs von 255,53 US‑Dollar am Freitag liegt Apple rund 6,7 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 273,81 US‑Dollar, aber noch klar über dem 52‑Wochen-Tief von 157,98 US‑Dollar.
Charttechnisch bleibt das Bild gemischt. Der Kurs notiert über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Tage, was den übergeordneten Aufwärtstrend unterstreicht. Gleichzeitig signalisiert der RSI von 56,7 weder Überkauf noch Überverkauf – die Aktie bewegt sich eher im neutralen Bereich, trotz der erhöhten 30‑Tage-Volatilität von annualisiert rund 55 %.
Hohe Bewertung, hohe Erwartungen
Im Mittelpunkt der aktuellen Skepsis steht die Bewertung. Selbst nach der jüngsten Korrektur wird Apple an der Börse mit einem Forward-KGV von über 31 gehandelt. Für einen Tech-Giganten dieser Größe ist das kein Schnäppchen – vor allem, wenn das erwartete Gewinnwachstum nicht im gleichen Tempo anzieht.
Analysten sprechen in diesem Zusammenhang von einer „priced for perfection“-Situation: Viel künftiges Wachstum ist im Kurs bereits eingepreist, Enttäuschungen bei Umsatz, Gewinn oder Ausblick könnten daher überdurchschnittlich stark durchschlagen. Die Marktkapitalisierung von rund 3,76 Billionen US‑Dollar unterstreicht, wie wenig Raum der Markt derzeit für Fehler einräumt.
Quartalszahlen als nächster Härtetest
Der nächste große Prüfstein kommt Ende des Monats: Apple will seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 am 29. Januar vorlegen. Für das wichtige Weihnachtsquartal peilt der Konzern ein Umsatzplus von 10 bis 12 % an. Haupttreiber soll ein zweistelliges Wachstum beim iPhone sein, unterstützt durch die aktuelle, stark KI-getriebene Upgrade-Welle.
Daneben bleibt das Servicegeschäft ein zentraler Ergebnispfeiler. Im vorangegangenen Quartal erzielte dieser Bereich mit 28,8 Milliarden US‑Dollar einen neuen Rekord und wuchs um 15,1 % im Jahresvergleich. Stabil wachsende, margenstarke Dienste könnten helfen, mögliche Schwächen im Hardwaregeschäft teilweise abzufedern.
Kostenrisiken und rechtlicher Druck
Trotz positiver Umsatzperspektiven stehen mehrere Risiken im Raum. Ein wesentlicher Punkt sind steigende Kosten bei wichtigen Komponenten wie DRAM und NAND. Für 2026 werden hier deutliche Preisaufschläge erwartet, die die Margen im Hardwaregeschäft belasten könnten. Selbst bei robustem Absatz dürfte es damit schwerer werden, die Profitabilität auf dem bisherigen Niveau zu halten.
Hinzu kommt rechtlicher Gegenwind: Ein laufendes Kartellverfahren des US-Justizministeriums schafft zusätzliche Unsicherheit. Kurzfristig sind daraus zwar keine direkten finanziellen Belastungen ableitbar, für die langfristige strategische Freiheit des Konzerns stellt die Auseinandersetzung jedoch einen Risikofaktor dar.
Am 29. Januar dürfte sich daher viel entscheiden: Gelingt es Apple, die hohen Erwartungen an Wachstum und Profitabilität zu bestätigen und die Sorgen um Bewertung, Margen und Regulierung zumindest vorerst zu dämpfen, kann der Druck auf die Aktie nachlassen. Fallen Umsatz oder Ausblick dagegen schwächer aus als erhofft, wäre die aktuelle Bewertung schwerer zu verteidigen.
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