Apple Aktie: Analysten uneins
Apple steht zu Jahresbeginn unter Druck. Nach dem Rücksetzer von rund 7% seit dem Dezember-Hoch sorgt vor allem eine Abstufung durch Raymond James für Diskussionen. Die Investmentbank sieht die Bewertung trotz starker Fundamentaldaten als ausgereizt an – doch nicht alle Analysten teilen diese Einschätzung.
Raymond James dämpft Erwartungen
Analystin Melissa Fairbanks stufte Apple am 2. Januar von „Outperform" auf „Market Perform" herab. Ihre Begründung: Die aktuelle Bewertung spiegele die Stärken des Konzerns bereits vollständig wider und lasse wenig Spielraum für zusätzliches Kurspotenzial. Ein konkretes Kursziel nannte Raymond James nicht.
„Trotz starker Fundamentaldaten und verbesserter Produktzyklen glauben wir, dass die Bewertung diese Stärken bereits angemessen reflektiert", schrieb Fairbanks. Apple handle bei einem KGV von etwa 35,8 – deutlich über dem historischen Durchschnitt. Die Analystin verwies zudem auf die bestehende Kundenbasis von 2,4 Milliarden Nutzern und argumentierte, dass weitere substanzielle Wachstumsimpulse durch Upgrade-Zyklen zunehmend schwerer zu realisieren seien.
Monness sieht Aufwärtspotenzial
Einen optimistischeren Ton schlug Brian White von Monness an. Er bekräftigte am 6. Januar seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. White erwartet, dass Apple kurzfristige Herausforderungen im KI-Bereich und makroökonomische Gegenwind überwinden kann. Als Treiber sieht er den für 2026 erwarteten Produktzyklus.
Laut MarketBeat liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 283,92 US-Dollar. Loop Capital hob sein Ziel kürzlich auf 325 US-Dollar an, Wedbush bleibt mit 350 US-Dollar noch deutlich bullischer. Das Gesamtbild der Analysteneinschätzungen zeigt 24 Kauf-Empfehlungen, 12 Halten-Ratings und eine Verkaufs-Empfehlung.
Produktstrategie wirft Fragen auf
Neben der Bewertungsdiskussion belasten operative Themen die Stimmung. Berichte über eine reduzierte Vision-Pro-Produktion nähren Zweifel an der Nachfrage nach Apples Mixed-Reality-Headset. Zudem intensiviert Samsung den Wettbewerb mit KI-integrierten Smartphones und dem ambitionierten Ziel, 800 Millionen Geräte zu erreichen.
Die jüngsten Quartalszahlen fielen hingegen solide aus: Apple meldete für Q4 des Geschäftsjahres 2025 einen Umsatz von 102,5 Milliarden US-Dollar (plus 8% zum Vorjahr) und übertraf mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,85 US-Dollar die Erwartungen von 1,73 US-Dollar. Für Q1 2026 peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von 10 bis 12% an.
Earnings als nächster Gradmesser
Am 29. Januar legt Apple die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,65 US-Dollar, nach 2,40 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Services-Segment, das zuletzt mit 28,75 Milliarden US-Dollar ein Allzeithoch erreichte, bleibt ein Hoffnungsträger. Zudem könnte die für das Frühjahr 2026 erwartete KI-gestützte Siri-Überarbeitung neue Impulse liefern – wenngleich Raymond James hier skeptisch bleibt.
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