AMD-Aktien legten am Freitagvormittag über 3,5 Prozent zu und näherten sich ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Grund: Konkurrent Intel enttäuschte mit seinem Ausblick auf das erste Quartal 2026 – und schuf damit unfreiwillig eine Marktchance für AMD.

Intels Prognose setzt Konkurrenten unter Druck

Intel hatte am Donnerstag nach Börsenschluss seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt. Mit 13,7 Milliarden Dollar Umsatz übertraf der Chipriese die Erwartungen um 300 Millionen Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar lag fast doppelt so hoch wie prognostiziert. Doch die Aktie brach daraufhin um über 15 Prozent ein.

Der Grund liegt in der Zukunft: Für das laufende erste Quartal rechnet Intel nur mit 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar Umsatz – der Mittelwert liegt rund 310 Millionen Dollar unter den Analystenerwartungen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie kalkuliert das Unternehmen mit null Dollar statt der erwarteten 0,05 Dollar.

Lieferengpässe schaffen Spielraum

Intel-Finanzchef David Zinsner warnte explizit, dass die Lieferfähigkeit im ersten Quartal "auf dem niedrigsten Niveau" sein werde, bevor sich die Situation im zweiten Quartal verbessere. Die Pufferbestände seien aufgebraucht, und die im dritten Quartal 2025 eingeleitete Umstellung der Wafer-Produktion auf Server-Chips werde erst Ende des ersten Quartals 2026 greifen.

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Was für Intel ein Problem darstellt, wird für AMD zur Chance. Bei anhaltend robuster Nachfrage nach KI-Chips und Rechenzentumsprozessoren bedeuten Lieferengpässe eines Hauptwettbewerbers in der Regel Preissetzungsmacht und Volumenchancen für Alternativen.

AMD mit Rückenwind ins Quartal

AMD kommt aus einer Position der Stärke. Die Aktie legte 2025 um rund 77 Prozent zu und übertraf damit deutlich Nvidias Gewinn von 39 Prozent. Im dritten Quartal 2025 erreichten die Rechenzentrumseinnahmen 4,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu kommen strategische Erfolge wie die mehrjährige Partnerschaft mit OpenAI und die auf der CES 2026 vorgestellte MI400-Serie für KI-Inferenz-Anwendungen.

Bernstein-Analyst Stacy Rasgon erhöhte sein Kursziel für AMD am 21. Januar von 200 auf 225 Dollar. Für das vierte Quartal 2025 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 1,32 Dollar – ein Anstieg von 21,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr – bei einem Umsatz von 9,65 Milliarden Dollar.

Zahlen als nächster Kurstreiber

Am 3. Februar 2026 legt AMD seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten haben ihre Gewinnschätzungen in den vergangenen 60 Tagen um 0,76 Prozent nach oben korrigiert. Intels Lieferengpässe dürften mindestens bis Ende März anhalten – ein Zeitfenster, in dem AMD sowohl im Rechenzentrum als auch im Client-Geschäft profitieren könnte.

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