AMD Aktie: Glänzende Zukunft
AMD zieht die Schrauben im KI-Geschäft deutlich an. Mit einer großen Infrastruktur-Partnerschaft mit OpenAI und einem milliardenschweren Rechenzentrumsprojekt mit Riot Platforms will der Chipkonzern sich vom reinen Zulieferer zum Komplettanbieter entwickeln. Im Zentrum steht die Frage: Wie stark kann AMD von der nächsten Ausbaustufe der KI-Infrastruktur profitieren?
OpenAI-Deal: Vom Chip zum Komplettsystem
Kern der neuen Strategie ist eine mehrjährige Zusammenarbeit mit OpenAI, in deren Rahmen bis zu 6 Gigawatt an KI-Rechenleistung aufgebaut werden sollen. AMD positioniert sich dabei nicht mehr nur als Lieferant einzelner Prozessoren, sondern als „Full-Stack“-Anbieter: Hardware, Netzwerk und Software sollen als Gesamtlösung für große KI-Cluster kommen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Große Cloud-Anbieter kämpfen mit steigenden Leistungsanforderungen und hohem Energiebedarf, während der Hunger nach generativer KI ungebrochen ist. AMDs Datacenter-Sparte hat davon bereits spürbar profitiert: 2025 soll sie rund 16 Milliarden US‑Dollar Umsatz erzielen, nach Rekorderlösen von 4,3 Milliarden US‑Dollar im dritten Quartal 2025 allein.
Auf dem Financial Analyst Day im November 2025 hat das Management ambitionierte Ziele ausgegeben:
- Konzernumsatz 2025: rund 34 Mrd. US‑Dollar
- Datacenter-Umsatz 2025: rund 16 Mrd. US‑Dollar
- Geplantes Konzernwachstum: >35 % Umsatz-CAGR in den nächsten 3–5 Jahren
- Datacenter-Wachstum: >60 % Umsatz-CAGR im gleichen Zeitraum
Damit macht AMD klar, dass das KI- und Rechenzentrums-Geschäft künftig den Haupttreiber des Konzerns darstellen soll.
Riot Platforms: Rechenzentrumsvertrag bis zu 1 Milliarde Dollar
Parallel dazu meldete Riot Platforms eine neue Vereinbarung mit AMD, die ein Datenzentrumsprojekt in Rockdale, Texas, umfasst und bei voller Ausnutzung der Optionen ein Volumen von bis zu 1 Milliarde US‑Dollar erreichen könnte.
Wichtige Eckpunkte:
- Riot erwirbt 200 Acres Land am Standort Rockdale für 96 Mio. US‑Dollar
- Start-Lease: 25 Megawatt kritische IT-Last
- Optionale Erweiterung um zusätzliche 200 Megawatt
- Rockdale gilt bereits als größtes Bitcoin-Mining-Areal Nordamerikas nach ausgebauter Kapazität
Für Riot bedeutet der Deal eine Ausweitung des vollständig genehmigten Stromportfolios auf 1,7 Gigawatt und eine Aufwertung von Rockdale zu einem attraktiven Rechenzentrumsstandort. Für AMD eröffnet sich ein weiteres Standbein im Bereich großskaliger Infrastrukturlösungen jenseits klassischer Hyperscaler-Kunden.
Kursentwicklung und Bewertung
Die Aktie schloss am Freitag bei 231,83 US‑Dollar und markierte damit ein neues 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von rund 95 %, was die hohen Erwartungen an das KI-Geschäft unterstreicht.
Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 31 (Forward P/E) liegt die Bewertung in etwa auf Höhe des S&P‑500-Durchschnitts, trotz deutlich höherer prognostizierter Wachstumsraten. Am 3. Februar 2026 legt AMD die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor, Analysten rechnen mit einem Umsatz von 9,63 Mrd. US‑Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,31 US‑Dollar.
Rückenwind aus dem Sektor – und verschärfter Wettbewerb
Zusätzlichen Schub erhielt der gesamte Halbleitersektor zuletzt durch starke Quartalszahlen von TSMC. Der Auftragsfertiger bestätigte mit seinem Ergebnis die robuste Nachfrage nach KI-Chips, wovon neben AMD auch Nvidia und andere Branchentitel profitieren konnten.
Gleichzeitig zieht AMD die Konkurrenzlinie zu Nvidia bewusst schärfer. Der kommende MI450-Beschleuniger soll direkt gegen Nvidias dominante KI-GPUs antreten. Auf der CES stellte AMD zudem die MI500-Generation vor, deren Marktstart für 2027 geplant ist. CEO Lisa Su rechnet langfristig mit rund 5 Milliarden täglich aktiven KI-Nutzern – und einem dafür nötigen Anstieg der verfügbaren Rechenkapazität um den Faktor 100.
Für die nächsten drei bis fünf Jahre peilt AMD insgesamt ein Umsatzwachstum von 35 % pro Jahr an. Speziell die KI-bezogenen Datacenter-Erlöse sollen sogar über 80 % jährlich zulegen, gestützt durch neue Kundenprojekte und die Instinct-Beschleuniger der nächsten Generation.
Fazit: Hohe Erwartungen, konkrete Wachstumspläne
Die Kombination aus OpenAI-Partnerschaft, dem langfristig angelegten Riot-Deal und klar formulierten Wachstumszielen unterstreicht AMDs Anspruch, sich als zentraler Player in der KI-Infrastruktur zu etablieren. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die angekündigten Datacenter-Wachstumsraten und den Ausbau der MI-Plattform in den kommenden Quartalen sichtbar in Umsatz und Marktanteile ummünzen kann – insbesondere mit Blick auf den engen Wettbewerb mit Nvidia.
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