Alphabet Aktie: Wichtiger KI-Schub
Mitten im regulatorischen Gegenwind landet der Tech-Gigant einen strategischen Volltreffer. Während Kartellbehörden die Geschäftspraktiken des Konzerns einschränken, kündigt der wichtigste Partner Samsung eine massive Ausweitung der Zusammenarbeit an. Kann dieser Schritt die Sorgen um das jüngste Wettbewerbsurteil zerstreuen?
Samsung verdoppelt den Einsatz
Samsung Electronics plant, die Reichweite von Googles KI-Modell Gemini drastisch zu erhöhen. Co-CEO TM Roh bestätigte heute, dass die auf Gemini basierenden "Galaxy AI"-Funktionen in diesem Jahr auf 800 Millionen Geräte ausgeweitet werden sollen – eine Verdopplung gegenüber den bisherigen 400 Millionen Einheiten.
Für Alphabet ist dies ein entscheidender Sieg in der Distribution. Da Samsung der weltweit größte Unterstützer der Android-Plattform ist, sichert dieser Schritt Google den direkten Zugang zu einer riesigen Nutzerbasis im wettbewerbsintensiven KI-Rennen gegen OpenAI. Die Südkoreaner wollen KI-Funktionen "so schnell wie möglich auf alle Produkte und Services" bringen, was neben Smartphones auch Tablets und andere Unterhaltungselektronik umfasst.
Regulatorische Fesseln und Lichtblicke
Diese kommerzielle Expansion kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Nach der juristischen Niederlage im Kartellprozess muss Alphabet seit Dezember 2025 neue Spielregeln beachten. Richter Amit Mehta untersagte dem Konzern exklusive Verträge, die die Vorinstallation der Google-Suche oder der Gemini-App sichern. Auch darf die Lizenzierung von Google-Apps nicht mehr an die Platzierung der Suchmaschine gekoppelt werden.
Was das Gericht ablehnte
Trotz dieser Einschränkungen atmeten Investoren auf, da das Gericht die radikalsten Forderungen des Justizministeriums zurückwies. Eine Zerschlagung des Konzerns durch die Abspaltung von Chrome oder Android wurde als unverhältnismäßig abgelehnt. Auch verpflichtende "Auswahlbildschirme", bei denen Nutzer aktiv ihre Suchmaschine wählen müssen, ordnete der Richter nicht an. Bestehende Zahlungen an Partner wie Apple und Samsung für die Standardsuche dürfen fortgesetzt werden, allerdings müssen die Verträge nun jährlich kündbar sein.
Analysten bleiben optimistisch
An der Wall Street wird die Lage überwiegend positiv bewertet. Die Aktie konnte in den letzten zwölf Monaten um rund 66 Prozent zulegen, getrieben durch das starke Wachstum der Cloud-Sparte und die robuste Monetarisierung der Suche. Von 51 Analysten raten 41 zum Kauf der Papiere. Institute wie HSBC und Guggenheim hoben ihre Kursziele zuletzt auf bis zu 375 US-Dollar an, was deutlich über dem aktuellen Niveau von rund 315 US-Dollar liegt.
Die fundamentale Stärke unterstrichen auch die Zahlen zum dritten Quartal 2025: Der Gewinn pro Aktie lag mit 2,87 US-Dollar gut 25 Prozent über den Erwartungen.
Ausblick
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 3. Februar 2026 legt Alphabet die Zahlen für das vierte Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen bereits erste Spuren in den Suchvolumina hinterlassen haben und wie stark die KI-Monetarisierung durch Partnerschaften wie jene mit Samsung voranschreitet.
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