Alphabet baut seine KI-Führungsposition gerade auf mehreren Ebenen gleichzeitig aus. Google Maps erhält mit „Ask Maps" seine tiefgreifendste Überarbeitung seit mehr als einem Jahrzehnt — und ausgerechnet jetzt strauchelt der schärfste Konkurrent Meta bei der Entwicklung seines nächsten KI-Flaggschiffs.

Google Maps wird zum KI-Assistenten

„Ask Maps" integriert Gemini erstmals als vollwertigen Gesprächspartner in die Navigation. Nutzer können gesprochene oder getippte Anfragen stellen, die Standortdaten, Bewertungen und persönliche Präferenzen kombinieren. Datengrundlage sind über 300 Millionen Orte und Beiträge von mehr als 500 Millionen Nutzern weltweit.

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Das ist strategisch bedeutsam: Google Maps wird von mehr als einer Milliarde Menschen monatlich genutzt und ist ein zentraler Kanal für lokale Suchanfragen — und damit für Werbeeinnahmen. Mit Ask Maps verteidigt Alphabet dieses Terrain gegenüber KI-nativen Alternativen wie Perplexity. Ergänzt wird das Update durch „Immersive Navigation" mit fotorealistischen 3D-Ansichten und sprachgesteuerter Orientierung an Landmarks. Der Rollout startet in den USA und Indien.

Meta als unfreiwilliger Kronzeuge

Parallel dazu gerät Metas KI-Ambitionen ins Stocken. Das nächste Flaggschiff-Modell des Konzerns, intern „Avocado" genannt, wurde auf mindestens Mai verschoben — interne Tests zeigten Schwächen bei logischem Denken, Programmierung und Texterstellung. Laut Berichten erwägt Meta nun, Googles Gemini für eigene KI-Produkte zu lizenzieren.

Avocado soll zwar besser als Gemini 2.5 aus dem März 2025 abschneiden, bleibt aber hinter Gemini 3.0 zurück, das Google im November 2025 veröffentlicht hat. Damit ist Alphabets aktuellste Modellgeneration zum Maßstab geworden, an dem Wettbewerber gemessen werden — eine merkliche Verschiebung im Wettbewerbsbild.

Zahlen, die die Ambitionen untermauern

Hinter der Produktoffensive stehen solide Finanzen. Alphabet erzielte 2025 einen Umsatz von 402,8 Milliarden Dollar, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg um 32 Prozent auf 132,2 Milliarden Dollar. Google Cloud wuchs im vierten Quartal um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar — der Auftragsbestand liegt bei 240 Milliarden Dollar, 55 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

YouTube überschritt erstmals die Marke von 60 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Die Gemini App zählt inzwischen 750 Millionen monatlich aktive Nutzer, die Modelle verarbeiten über 10 Milliarden Token pro Minute über die API.

Um dieses Tempo zu halten, plant Alphabet für 2026 Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar — etwa doppelt so viel wie die 91,4 Milliarden Dollar im Vorjahr. Rund 60 Prozent davon fließen in Server, der Rest in Rechenzentren und Netzwerkinfrastruktur.

Nächster Prüfstein: 28. April

Die Alphabet-Aktie notiert aktuell rund 10 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 291,60 Euro, hat sich aber seit dem April-Tief bei 132 Euro nahezu verdoppelt. Am 28. April legt Alphabet seine nächsten Quartalszahlen vor — dann wird sich zeigen, ob die rekordhohen Investitionen bereits in beschleunigtem Umsatzwachstum sichtbar werden.

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