Alphabet befindet sich in einer paradoxen Situation. Während der Tech-Gigant gerade erst die historische Marktkapitalisierung von 4 Billionen Dollar durchbrach und einen massiven Deal mit Apple eintütete, droht juristischer Gegenwind. Am Samstag bestätigte der Konzern, gegen das US-Urteil wegen illegaler Monopolbildung in Berufung zu gehen. Investoren müssen nun abwägen: Überwiegt die KI-Fantasie oder lastet der regulatorische Druck zu schwer auf dem Kurs?

Der juristische Konter

Am 17. Januar kündigte Alphabet offiziell an, gegen das Kartellurteil Berufung einzulegen. Dieser Schritt dürfte die Umsetzung gerichtlicher Anordnungen verzögern, die tief in das Geschäftsmodell eingreifen würden. Ursprünglich sah eine Verfügung vom September 2025 vor, dass Google Suchdaten mit Konkurrenten teilen muss und keine exklusiven Standard-Suchvereinbarungen mehr treffen darf – ein direkter Angriff auf die lukrative Allianz mit Apple. Das Berufungsverfahren vor dem zuständigen Gericht in Washington D.C. wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.

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KI-Allianz und Börsenrekord

Ungeachtet der juristischen Hürden läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Erst am 12. Januar bestätigte Google eine mehrjährige Partnerschaft mit Apple, die Gemini-KI-Modelle in Apple Intelligence und Siri integriert. Marktbeobachter werten dies als massiven Vertrauensbeweis für Googles Technologie. Zusätzlich kündigte das Unternehmen mit "Personal Intelligence" eine tiefere Vernetzung der KI mit Nutzerdaten aus YouTube und Gmail an.

Beflügelt durch diese KI-Offensive kletterte die Marktkapitalisierung am Wochenende erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Auch die Aktie selbst zeigt sich robust: Auf Sicht von 12 Monaten steht ein Plus von gut 74 Prozent zu Buche, der Kurs notiert mit rund 330 USD nur knapp unter dem jüngsten Rekordhoch.

Gegenwind aus Europa

Doch der Blick richtet sich nicht nur auf Washington. Auch in Europa steht Alphabet unter Beobachtung. Neben dem Digital Markets Act (DMA) wartet der Konzern auf eine Entscheidung der EU-Kommission zur 32 Milliarden Dollar schweren Übernahme der Cloud-Sicherheitsfirma Wiz. Das Urteil wird bis zum 10. Februar erwartet, nachdem europäische Cloud-Anbieter Bedenken hinsichtlich fairer Lizenzbedingungen geäußert hatten.

Ausblick

Der nächste entscheidende Termin für Anleger ist der 4. Februar, wenn Alphabet nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vorlegt. Das Management hat bereits signifikant steigende Investitionsausgaben (CapEx) für die KI-Infrastruktur im Jahr 2026 signalisiert. Im Fokus stehen dabei nicht nur das Wachstum der Cloud-Sparte, sondern auch konkrete Aussagen dazu, wie der Konzern den Spagat zwischen technischer Innovation und der verschärften Regulierung in den USA und Europa meistern will.

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