Alphabet Aktie: KI treibt Rekordlauf
Alphabet startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einem starken 2025 sorgt vor allem die klare KI-Strategie für neuen Optimismus. Im Zentrum stehen dabei nicht nur Software und Cloud, sondern zunehmend auch eigene Chips und die Sicherung der Energieversorgung für rechenintensive Anwendungen. Wie stabil ist dieses Fundament für weiteres Wachstum?
KI-Offensive mit Gemini und eigener Hardware
Ein wesentlicher Treiber der Rally ist die Weiterentwicklung der KI-Plattform. Mit dem erfolgreichen Start von Gemini 3 hat Alphabet Zweifel zerstreut, im Rennen um generative KI zurückzufallen. Das Produkt stärkt die Position im Wettbewerb und zeigt, dass Google seine KI-Fähigkeiten in marktreife Angebote überführen kann.
Parallel gewinnt Hardware deutlich an Bedeutung. Im Oktober 2025 vereinbarte Alphabet einen milliardenschweren Deal mit Anthropic: Der Entwickler des KI-Modells Claude erhält Zugriff auf bis zu eine Million der eigenen Tensor Processing Units (TPUs). Dieser Schritt unterstreicht, wie stark die Nachfrage nach Googles hauseigenen KI-Chips inzwischen ist.
Berichten zufolge prüft Alphabet zudem, TPUs an Meta zu verkaufen. Damit würde das Unternehmen seine KI-Monetarisierung breiter aufstellen – weg von einer reinen Software- und Cloud-Geschichte hin zu einem umfassenden Infrastruktur-Anbieter.
Cloud-Sparte wächst rasant
Die Cloud-Sparte bleibt ein zweiter zentraler Wachstumsmotor. Im dritten Quartal 2025 legte der Umsatz von Google Cloud um 34 % auf 15,2 Milliarden US-Dollar zu. Besonders dynamisch entwickelt sich die Google Cloud Platform (GCP), die deutlich schneller wächst als das Gesamtsegment – angetrieben von Unternehmenslösungen rund um KI, die bereits Milliardenumsätze pro Quartal beisteuern.
Weitere Kennzahlen unterstreichen die Dynamik:
- Neu gewonnene GCP-Kunden: fast +34 % im Jahresvergleich in Q3 2025
- Auftragsbestand (Backlog): +82 % auf 155 Milliarden US-Dollar
- KI-Nutzung: Über 70 % der Cloud-Kunden setzen bereits KI-Produkte ein
- Großaufträge: In den ersten neun Monaten 2025 wurden mehr Verträge über 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen als in den zwei Jahren davor zusammen
Diese Zahlen zeigen, dass KI nicht nur ein Technologie-Thema ist, sondern quer durch das Cloud-Geschäft als Umsatztreiber wirkt.
Intersect-Übernahme: Antwort auf den Energiehunger der KI
Der Ausbau von KI und Cloud hat eine Schattenseite: den enormen Strombedarf. Um dieses strukturelle Thema anzugehen, kündigte Alphabet die Übernahme des US-Ökostrom-Entwicklers Intersect Power an. Der Kaufpreis liegt bei 4,75 Milliarden US-Dollar in bar, der Abschluss wird für Anfang 2026 erwartet.
Mit der Transaktion sichert sich Alphabet nicht nur das Intersect-Team, sondern auch laufende Projekte und Infrastruktur rund um Rechenzentren. Hintergrund ist der stark steigende Energieverbrauch: 2024 lagen die Stromverbräuche der Alphabet-Standorte bei 30,8 Terawattstunden – doppelt so viel wie 2020.
Intersect verwaltet mehr als 10,8 Gigawatt an Energieprojekten, ein Volumen, das über dem Zwanzigfachen der Stromproduktion des Hoover Dam liegt. Zu den Bausteinen der Vereinbarung gehören:
- Solarenergie- und Batteriespeicherprojekte
- Gemeinsame Infrastrukturprojekte mit Google
- Zugang zu neuen Technologien der Energieerzeugung
- Eine Pipeline von über 10,8 GW, darunter das 828-MWp-Solarprojekt TX Lumina
Damit legt Alphabet die Basis, um den Energiehunger seiner KI- und Cloud-Rechenzentren langfristig aus eigener, erneuerbarer Quelle zu bedienen.
Starkes Interesse von Hedgefonds, Umsatz-Meilenstein erreicht
Auch auf Investorenseite bleibt Alphabet gefragt. Der Fonds „The Insiders Fund“ bekräftigte seine positive Einschätzung und verwies auf die starke Marktstellung sowie den Anspruch, im Technologiewandel selbst der Treiber des Wandels zu sein. Nach Daten zu Hedgefonds hielten zum Ende des dritten Quartals 2025 insgesamt 186 Fonds Anteile an Alphabet, nach 178 im Vorquartal.
Operativ setzte der Konzern ebenfalls eine Marke: Im dritten Quartal 2025 überschritt Alphabet erstmals die Schwelle von 100 Milliarden US-Dollar Umsatz in einem einzigen Quartal. Dieser Meilenstein festigt die Rolle des Unternehmens in der globalen Tech-Spitzenliga.
KI als Katalysator für 2026 – auch im Kurs sichtbar
Die KI-getriebene Dynamik zieht sich inzwischen durch mehrere Geschäftsbereiche. In der Suche sorgen Funktionen wie „AI Overviews“ und ein „AI Mode“ für höhere Nutzerbindung und zusätzliche Monetisierungschancen. Gleichzeitig investiert Alphabet weiter aggressiv in zusätzliche TPU-Kapazitäten, um der stark steigenden Nachfrage von Kunden und Partnern gerecht zu werden.
Auch im Aktienkurs spiegelt sich dieser Rückenwind wider: Die Alphabet-Aktie hat sich über die vergangenen zwölf Monate um rund 70 % verteuert und markierte heute mit 315 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit liegt sie deutlich über den viel beachteten gleitenden Durchschnitten und zeigt eine robuste Aufwärtsbewegung.
Entscheidend für die nächsten Monate wird, ob Alphabet das Zusammenspiel aus KI-Software, eigener Chip-Hardware, rasant wachsender Cloud-Sparte und gesicherter Energieversorgung weiter so nahtlos in Umsatz- und Ergebniswachstum übersetzen kann wie im Jahr 2025.
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