Alphabet Aktie: KI-Offensive geht weiter
Während die Börse gespannt auf die kommenden Quartalszahlen wartet, schafft Alphabet im Hintergrund Fakten. Der Tech-Gigant sichert sich über seinen Venture-Arm GV den Zugriff auf vielversprechende KI-Videotechnologie aus Europa. Die strategische Weichenstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie nur hauchdünn unter ihrem Allzeithoch notiert und der Wettbewerb um die Vorherrschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz in eine neue Runde geht.
Einhorn-Jagd in Europa
Alphabet investiert massiv in die Erweiterung seines KI-Ökosystems. Wie am Montag bekannt wurde, führte der Risikokapitalarm GV (ehemals Google Ventures) eine Finanzierungsrunde über 200 Millionen US-Dollar für das britische Startup Synthesia an. Das Unternehmen, das auf die Generierung von KI-Videos für Firmenkunden spezialisiert ist, wird dabei mittlerweile mit 4 Milliarden US-Dollar bewertet – eine Verdopplung des Unternehmenswertes innerhalb eines Jahres.
Interessant ist hierbei die Zusammensetzung der Investorengruppe: Neben Alphabet beteiligte sich auch der Chiphersteller Nvidia über seine Sparte NVentures. Dass sich zwei Schwergewichte der Branche hier engagieren, unterstreicht die Relevanz der Technologie für die Unternehmenskommunikation der Zukunft. Synthesia erwirtschaftet bereits wiederkehrende jährliche Umsätze von 150 Millionen US-Dollar und plant, diese Marke 2026 auf über 200 Millionen auszubauen.
Konkurrenzdruck wächst
Der Deal ist nicht nur eine Finanzanlage, sondern ein strategisches Signal. Der Wettbewerb im Technologiesektor verschärft sich zusehends. Konkurrent Microsoft hat erst kürzlich seinen neuen KI-Chip „Maia 200“ vorgestellt, um die eigene Cloud-Infrastruktur zu stärken. Die großen Tech-Konzerne sind gezwungen, ihr Kapital effizient zu allokieren, um im Infrastruktur-Wettlauf nicht den Anschluss zu verlieren.
Alphabet reagiert auf diesen Druck mit gezielten Investments und einer starken operativen Entwicklung. Im vergangenen Oktober durchbrach der Konzern erstmals die Schallmauer von 100 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz, getrieben durch ein Wachstum von über 33 Prozent in der Cloud-Sparte.
Blick auf die Zahlen
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 4. Februar 2026. An diesem Datum wird Alphabet nach Börsenschluss seine Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 öffnen. Die Erwartungshaltung ist hoch: Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn pro Aktie von 2,58 US-Dollar, was einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 2,15 US-Dollar entsprechen würde.
Die Aktie honorierte diese Aussichten zuletzt mit einer starken Performance. Mit einem Schlusskurs von 335,06 US-Dollar notiert das Papier weniger als 0,3 Prozent unter dem am 13. Januar markierten 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang steht bereits ein Plus von gut 6 Prozent zu Buche.
Am Tag der Zahlenvorlage wird entscheidend sein, ob Alphabet nicht nur die Gewinnerwartungen erfüllt, sondern auch beim Ausblick überzeugen kann. Sollte der Konzern weitere Fortschritte bei der Monetarisierung seiner KI-Dienste nachweisen, dürfte der Weg für neue Rekordstände frei sein.
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