Almonty startet schwach ins Wochenende. Nach dem Ablauf einer Lock-up-Periode geraten die Titel deutlich unter Druck, obwohl sich die fundamentale Lage zuletzt eher verbessert hat. Im Mittelpunkt steht damit weniger die operative Entwicklung als ein technischer Effekt am Markt.

Deutlicher Rücksetzer nach Lock-up-Ende

Am Freitag fiel die Aktie an der NASDAQ um 4,8 % auf 8,86 US‑Dollar. In Toronto (TSX) war der Druck noch stärker, dort gab der Kurs um 6,4 % auf 12,05 CAD nach. Damit löst sich der Wert klar von den jüngst ausgebildeten Unterstützungszonen.

Auslöser ist das Auslaufen einer Lock-up-Vereinbarung für bestimmte Stammaktien am 8. Januar. Diese Papiere stammen aus einer Kapitalerhöhung im Dezember, bei der neue Aktien zu 6,25 US‑Dollar platziert wurden. Die Käufer dieser Tranche lagen angesichts der höheren Kurse seither auf deutlichen Buchgewinnen.

Die Mechanik dahinter:

  • Lock-up: Über 30 Tage waren die neuen Aktien von Verkäufen ausgeschlossen.
  • Freigabe: Mit Ablauf der Frist am 8. Januar konnten diese Stücke erstmals frei gehandelt werden.
  • Effekt: Am 9. Januar setzte spürbare Gewinnmitnahme ein, was das Orderbuch belastete und den Kurs nach unten zog.

Damit bestätigt die Kursreaktion, dass die Marktteilnehmer zunächst das zusätzliche Angebot an Aktien verarbeiten müssen.

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Fundamentale Lage: Neue Führung, Produktionsstart

Parallel zu dieser technischen Belastung meldet das Unternehmen operative Fortschritte. Am 6. Januar wurde Guillaume Wiesenbach de Lamaziere zum neuen Chief Development Officer ernannt. Der Schritt unterstreicht den Fokus auf Strategie und Umsetzung im laufenden Jahr.

Wesentlicher ist jedoch, dass die Produktion in der Sangdong-Mine in Südkorea inzwischen angelaufen ist. Damit hat Almonty den Übergang vom Projektentwickler zum Produzenten vollzogen. Dieser Schritt reduziert aus Marktsicht zentrale Projektrisiken, da nun ein laufender Betrieb statt eines reinen Entwicklungsprojekts im Vordergrund steht.

Analystenziele deutlich über Kurs

Trotz des jüngsten Rückgangs liegen die aktuellen Analysten-Kursziele spürbar über dem Marktpreis:

  • Oppenheimer: Kursziel 12,00 US‑Dollar
  • DA Davidson: Kursziel 12,00 US‑Dollar

Auf Basis des Schlusskurses von 8,86 US‑Dollar notiert die Aktie damit deutlich unter diesen Einschätzungen. Aus Marktsicht steht kurzfristig jedoch klar die Aufnahme der zusätzlichen Liquidität aus dem Lock-up im Vordergrund, nicht die längerfristigen Bewertungsmarken.

Technische Marke und Bewertungsband

Aktuell ergibt sich ein klares Spannungsfeld aus drei Referenzpunkten:

  • 6,25 US‑Dollar: Platzierungspreis der Kapitalerhöhung und damit eine historische Untergrenze.
  • 8,80–8,90 US‑Dollar: Bereich des aktuellen Handelsniveaus, in dem das Lock-up-bedingte Verkaufsvolumen aufläuft.
  • 12,00 US‑Dollar: Aktuelle Kursziele der beobachtenden Analysten.

Für die nähere Zukunft hängt die Kursentwicklung im Wesentlichen davon ab, wie schnell der Markt das zusätzliche Angebot aus den freigegebenen Aktien rund um das aktuelle Kursniveau aufnimmt und wieder ins Gleichgewicht kommt.

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