Almonty tritt mit der Sangdong-Mine in Südkorea in eine entscheidende Übergangsphase ein. Nach Jahren der Entwicklung beginnt der Wolframproduzent nun mit der aktiven Förderung und bereitet den Start der kommerziellen Produktion im ersten Quartal 2026 vor. Die Aktie spiegelt diese Veränderung mit einer außergewöhnlichen Kursentwicklung im Jahr 2025 bereits deutlich wider.

Sangdong erreicht Schlüsselmoment

Mit der Lieferung von Erz auf das Run-of-Mine-Lager ist der letzte technische Schritt vor dem Produktionsstart vollzogen. Damit ist die Sangdong-Mine nun offiziell vom Bau- in den Betriebsmodus übergegangen.

Zentrale Kennzahlen der Lagerstätte:

  • Reserven: 7,9 Mio. Tonnen Erz
  • Durchschnittsgehalt: 0,47 % WO₃ (Wolframtrioxid)
  • Enthaltener Metallgehalt: 3,7 Mio. metrische Tonneinheiten
  • Minenlaufzeit: über 100 Jahre prognostizierte Förderdauer
  • Qualität: rund dreimal höherer Gehalt als vergleichbare Projekte weltweit

Die Aufbereitungsanlage mit Zerkleinerung, Mahlen und Flotation ist mechanisch fertiggestellt. Die gemeldeten Rückgewinnungsraten übertreffen derzeit frühere Erwartungen.

2025: 840 % Kursplus

Im Jahr 2025 legte die Almonty-Aktie um 840,13 % zu. Auslöser waren vor allem der Fortschritt in Richtung Produktion und die Positionierung als strategischer Anbieter von Wolfram außerhalb Chinas.

China kontrolliert aktuell mehr als 80 % des weltweiten Wolframangebots. Bei voller Auslastung soll Sangdong über 40 % des Bedarfs abdecken, der nicht durch China, Russland oder Nordkorea bedient wird. Damit adressiert das Unternehmen direkt die Bemühungen westlicher Staaten, ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu verringern.

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Rückenwind durch US-Verteidigungssektor

Die US-Politik rückt Wolfram-Beschaffung zunehmend in den Fokus. Der Sonderausschuss des US-Repräsentantenhauses zur Kommunistischen Partei Chinas hat sich direkt an Almonty gewandt, um Produktionskapazitäten und mögliche staatliche Unterstützung zu sondieren. Hintergrund sind neue Beschaffungsregeln des US-Verteidigungsministeriums ab Januar 2027, die Wolfram aus Nicht-China-Quellen vorschreiben.

Wichtige strategische Schritte 2025:

  • Juli 2025: Nasdaq-Listing mit einem Emissionserlös von 90 Mio. US-Dollar
  • November 2025: Übernahme des Gentung-Browns-Lake-Wolframprojekts in Montana für 9,75 Mio. US-Dollar
  • Dezember 2025: Verlegung des Firmensitzes von Toronto nach Delaware
  • Dezember 2025: Ernennung des pensionierten Brigadegenerals Steven L. Allen zum COO
  • Dezember 2025: Kapitalerhöhung über 129,4 Mio. US-Dollar unter Führung der Bank of America (überzeichnet)

Lieferverträge mit Tungsten Parts Wyoming (TPW) sichern Mindestabnahmen von 40 Tonnen Wolframoxid pro Monat. Das Material ist für US-Rüstungsanwendungen vorgesehen, darunter Raketen, Drohnen und Munitionssysteme.

Analysten und Finanzierung

Nach der ersten Erzlieferung in Sangdong sehen Analysten das Projektrisiko deutlich reduziert. DA Davidson bestätigt ein Kaufvotum mit einem Kursziel von 12,00 US-Dollar. Sphene Capital arbeitet mit einem Ziel von 13,50 kanadischen Dollar.

Das Management verweist darauf, dass das Unternehmen nach der Kapitalerhöhung im Dezember für die aktuelle Projektpipeline durchfinanziert ist. Die Mittel fließen in:

  • die finale Inbetriebnahme von Sangdong,
  • Explorationsarbeiten beim Gentung-Browns-Lake-Projekt,
  • die Erweiterung der Panasqueira-Mine in Portugal sowie
  • Bohrprogramme für Molybdän.

„Korean Trinity“-Strategie

CEO Lewis Black verfolgt eine langfristige „Korean Trinity“-Strategie. Geplant ist eine integrierte Wertschöpfungskette in Südkorea, bestehend aus:

  • Wolframabbau in Sangdong,
  • einer geplanten Wolframoxid-Anlage und
  • der Erschließung der Molybdän-Ressourcen am Standort.

Damit soll sich Südkorea zu einem Knotenpunkt für Förderung, Raffination und Veredelung strategischer Rohstoffe entwickeln.

Der nächste zentrale Prüfstein folgt im Mai mit den Produktionszahlen für das erste Quartal 2026. Dann liegen erstmals belastbare Daten zur Hochlaufphase vor, in der eine annualisierte Verarbeitungskapazität von rund 640.000 Tonnen Erz bis Ende des Quartals erreicht werden soll.

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