Während der Aktienkurs zuletzt deutlich korrigierte, treibt der Münchner Versicherungskonzern sein operatives Geschäft konsequent voran. Mit dem Einstieg in einen französischen Offshore-Windpark und einem neuen Rekord beim Markenwert sendet das Management gleich zwei positive Signale an den Markt. Doch reicht das, um die technisch angeschlagene Aktie zu stabilisieren?

  • Expansion: Allianz erwirbt 20,25 Prozent am Windpark „Îles d'Yeu et Noirmoutier“.
  • Markenstärke: Markenwert steigt um 22 Prozent auf historischen Höchststand.
  • Ausblick: Geschäftszahlen für 2025 folgen am 26. Februar.

Strategischer Zukauf im Energiesektor

Allianz Global Investors hat im Auftrag der Versicherungsgruppe einen Anteil von gut 20 Prozent an einem großen Offshore-Windpark-Projekt vor der französischen Küste erworben. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 500 Megawatt und befindet sich bereits in der finalen Bauphase; erste Turbinen liefern seit Juni 2025 Strom.

Für den Konzern ist dies bereits das dritte direkte Investment in Offshore-Windkraft, jedoch das erste dieser Art in Frankreich. Dieser Schritt unterstreicht die langfristige Strategie, das Portfolio stärker auf nachhaltige Infrastruktur auszurichten. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2026 geplant, was künftig stabile Erträge aus dem Stromverkauf verspricht.

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Rekordwert stützt Wahrnehmung

Flankiert wird die Investitionsmeldung von einem Erfolg auf der Image-Ebene. Im aktuellen „Brand Finance Global 500“-Ranking konnte die Allianz ihren Markenwert um beachtliche 22 Prozent auf 60,7 Milliarden US-Dollar steigern. Damit verteidigt der Konzern nicht nur seinen Titel als wertvollste Versicherungsmarke der Welt, sondern rückt auch im globalen Gesamtranking auf Platz 21 vor. Solche weichen Faktoren sind für das Vertrauen institutioneller Anleger oft ein unterschätzter Baustein.

Charttechnik: Wichtige Unterstützung im Test

Die positiven Unternehmensnachrichten treffen auf ein herausforderndes Marktumfeld. Die Aktie hat in den letzten 30 Tagen rund 20 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 364,70 Euro. Dieser Rücksetzer hat den Kurs gefährlich nah an den 200-Tage-Durchschnitt von 361,82 Euro geführt.

Marktbeobachter achten nun genau darauf, ob diese langfristige Trendlinie als Unterstützung hält. Ein Rutsch darunter könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während eine Stabilisierung auf diesem Niveau oft als Kaufgelegenheit für langfristige Investoren interpretiert wird. Der RSI von 37 deutet zudem darauf hin, dass der Titel sich allmählich einem überverkauften Zustand nähert.

Der Blick richtet sich auf den Februar

Die fundamentale Bewertung der aktuellen Lage erfolgt in wenigen Wochen. Am 26. Februar 2026 legt der Vorstand die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sowie den Dividendenvorschlag vor. Angesichts der Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung von 60 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses vorsieht, werden diese Daten entscheidend für die weitere Kursrichtung sein. Bis dahin bleibt die Verteidigung der 200-Tage-Linie die primäre Aufgabe für die Bullen.

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