Alibaba startet mit deutlichem Rückenwind ins Börsenjahr 2026. Angetrieben von einer breiten Tech-Rallye in Asien und einer prominenten Empfehlung des US-Magazins "Barron's", knüpft die Aktie nahtlos an die Gewinne des Vorjahres an. Doch können die hohen Wachstumsraten im Cloud-Geschäft den massiven Gewinneinbruch im klassischen E-Commerce dauerhaft kompensieren?

Der chinesische E-Commerce- und Cloud-Riese verzeichnete am heutigen ersten Handelstag in Hongkong ein Plus von 3,2 Prozent. Damit setzt sich das Momentum fort, das dem Titel bereits im Jahr 2025 einen Zuwachs von rund 75 Prozent bescherte. An der NYSE notiert die Aktie derzeit bei rund 149 Dollar. Trotz der jüngsten Erholung liegt der Kurs noch immer gut 20 Prozent unter den Höchstständen vom Oktober 2025, was Marktbeobachter als potenziellen Einstiegspunkt werten.

Barron's sieht Kaufchance

Besondere Aufmerksamkeit erhält Alibaba heute durch einen Bericht von "Barron's". Das Finanzmagazin zählt den Konzern zu den sieben internationalen Top-Favoriten ("Bargain Stocks") für das neue Jahr. Die These: Nicht-US-Aktien könnten 2026 erneut besser abschneiden als der amerikanische Markt, gestützt durch sinkende Zinsen und steigende Unternehmensgewinne. Bereits 2025 hatten exportorientierte Märkte in Korea und China den S&P 500 trotz anhaltender Zoll-Diskussionen hinter sich gelassen.

KI-Boom trifft Margendruck

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Operativ zeigt sich bei Alibaba ein zweigeteiltes Bild. Das Cloud-Segment fungiert als dynamischer Wachstumsmotor. Seit neun Quartalen verzeichnet das Unternehmen dreistellige Zuwachsraten bei KI-bezogenen Cloud-Diensten. Laut Management übersteigt die Kundennachfrage nach KI-Infrastruktur das Angebot derzeit deutlich, was sich in einem wachsenden Auftragsbestand niederschlägt. Die Führungsebene wies Bedenken über eine mögliche Blasenbildung zurück und sieht für die kommenden drei Jahre stabilen Bedarf.

Diesen Erfolgen stehen jedoch Herausforderungen im Kerngeschäft gegenüber. Zwar wuchs der Umsatz im abgelaufenen Quartal um 5 Prozent, doch die Profitabilität litt unter massiven Investitionen. Das operative Ergebnis brach um 85 Prozent auf 5,4 Milliarden Renminbi ein. Grund hierfür sind aggressive Ausgaben für den Ausbau der Logistiksparte Cainiao und Subventionen im hart umkämpften E-Commerce-Markt, um die "Vier-Stunden-Lieferung" in chinesischen Großstädten zu etablieren.

Die Analystengemeinde bleibt trotz des kurzfristigen Gewinndrucks optimistisch. Der Konsens lautet weiterhin "Strong Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 198,58 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent entspricht. Während für das laufende Geschäftsjahr 2026 ein Gewinnrückgang erwartet wird, prognostizieren Experten für 2027 eine deutliche Erholung der Erträge um fast 50 Prozent, sobald die aktuellen Investitionen Früchte tragen.

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