Seit der Übernahme durch Eli Lilly Ende 2022 ist die Akouos-Aktie zwar vom Kurszettel verschwunden, doch für ehemalige Anteilseigner bleibt die Lage hochspannend. Im Fokus stehen die sogenannten Contingent Value Rights (CVRs), deren Wert direkt an den klinischen Erfolg einer neuartigen Gentherapie gegen Taubheit gekoppelt ist. Da entscheidende Fristen näher rücken, geht es für die Inhaber dieser Rechte nun um Millionenzahlungen.

Die Mechanik der Auszahlung

Der wirtschaftliche Wert der ursprünglichen Akouos-Investition hängt fast vollständig vom Fortschritt des Kandidaten AK-OTOF ab. Diese Gentherapie soll das Hörvermögen bei Patienten wiederherstellen, die unter Mutationen im Otoferlin-Gen leiden. Da die Stammaktien im Zuge der Fusion delisted wurden, spiegeln die CVRs das Potenzial dieser Forschung wider. Jedes Recht verbrieft einen vertraglichen Anspruch auf Barzahlungen von bis zu 3,00 US-Dollar, sofern Eli Lilly bestimmte Entwicklungsziele innerhalb festgesetzter Zeiträume erreicht.

Die erste Hürde für eine Teilauszahlung ist die Behandlung eines fünften Teilnehmers mit einem zweiten Gentherapie-Produkt aus der Akouos-Pipeline. Ein weiterer Meilenstein wird fällig, wenn eine Phase-3-Studie beginnt oder die US-Gesundheitsbehörde FDA eine Zulassung für eines der Produkte erteilt.

Fristen und Wettbewerbsdruck

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Für die Inhaber der CVRs ist der Kalender der wichtigste Faktor. Bis zum 31. Dezember 2026 müssen die genannten Meilensteine erreicht werden, um die volle Summe zu sichern. Wird dieser Termin verpasst, reduziert sich die mögliche Auszahlung von jeweils einem US-Dollar pro Meilenstein monatlich um etwa 4,2 Cent. Dieser Mechanismus erhöht den Druck auf die klinische Entwicklung spürbar.

Zudem schläft die Konkurrenz nicht. Regeneron Pharmaceuticals treibt mit dem Programm DB-OTO ein direktes Konkurrenzprojekt voran, das ebenfalls auf den OTOF-bedingten Hörverlust abzielt. In diesem potenziellen Milliardenmarkt für erbliche Schwerhörigkeit könnte der erste Anbieter am Markt erhebliche strategische Vorteile erzielen. Für die CVR-Inhaber bedeutet dieser Wettbewerb, dass Eli Lilly das Tempo in den Zulassungsstudien hochhalten muss, bevor das Zeitfenster für die volle Auszahlung Ende des Jahres schließt.

Folgende Termine sind für die Bewertung der CVRs maßgeblich:

  • 31. Dezember 2026: Stichtag für die Erreichung der Hauptmeilensteine ohne Wertminderung.
  • Oktober 2028: Voraussichtlicher Abschluss der klinischen Studie AK-OTOF-101.
  • 1. Dezember 2028: Endgültiges Auslaufen des CVR-Abkommens und Verfall nicht erreichter Ansprüche.

Sollte Eli Lilly die klinischen Daten von AK-OTOF zügig in eine Zulassungsstudie überführen, bleibt die Chance auf die volle CVR-Auszahlung gewahrt. Verzögerungen in der Rekrutierung von Studienteilnehmern oder klinische Rückschläge würden hingegen unmittelbar zu einer monatlichen Entwertung der Rechte ab Anfang 2027 führen.

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