ABO Wind Aktie: Gewinnschock
ABO Wind hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 deutlich verschärft und nun einen erheblich höheren Verlust in Aussicht gestellt. Die neue Guidance signalisiert einen tiefroten Fehlbetrag und schwächere operative Leistung. Parallel dazu reagiert der Kapitalmarkt mit starkem Kursdruck, und ein wichtiges Analysehaus kappt sein Kursziel drastisch.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Erwarteter Konzernjahresfehlbetrag 2025 von 95 auf rund 170 Millionen Euro erhöht
- Prognose für die Konzerngesamtleistung von 250 auf etwa 230 Millionen Euro gesenkt
- Projektverschiebungen und Wertberichtigungen belasten das Ergebnis mit zusammen rund 75 Millionen Euro
- First Berlin senkt Kursziel von 31,00 auf 8,00 Euro
- Sorgen von Aktionären und Anleihegläubigern nehmen spürbar zu
Deutlich verschlechterte Prognose
In einer Ad-hoc-Mitteilung hat ABO Wind die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2025 klar nach unten angepasst. Der Konzern rechnet nun mit einem Nettoverlust von rund 170 Millionen Euro. Zuvor waren noch etwa 95 Millionen Euro Fehlbetrag prognostiziert worden.
Gleichzeitig korrigierte das Unternehmen die Prognose für die Konzerngesamtleistung von 250 Millionen auf rund 230 Millionen Euro. Damit liegt nicht nur das erwartete Ergebnis deutlich unter den bisherigen Planungen, sondern auch die operative Leistung bleibt hinter den ursprünglichen Zielen zurück.
Ursachen: Projektverschiebungen und Wertberichtigungen
Für die Anpassung der Prognose nennt der Vorstand vor allem zwei zentrale Belastungsfaktoren.
Zum einen verzögern sich geplante Verkäufe von Projektrechten im Wind- und Batteriebereich. Diese Verschiebungen führen dazu, dass entsprechende Erlöse nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2025 anfallen. Das belastet das Ergebnis mit rund 40 Millionen Euro.
Zum anderen zwingt das eingetrübte Marktumfeld in Deutschland und international zu zusätzlichen Wertberichtigungen. ABO Wind beziffert diese außerplanmäßigen Abschreibungen auf etwa 35 Millionen Euro. Sie reflektieren die verschlechterten Rahmenbedingungen und senken den Wert einzelner Projekte beziehungsweise Assets.
Zusätzlich wirken erfolglose Gebote in den deutschen Onshore-Wind-Ausschreibungen im August und November negativ auf die künftige Entwicklung. Ausbleibende Zuschläge schmälern die Perspektiven im Kerngeschäft und erhöhen den Druck, andere Projekte erfolgreich umzusetzen.
Marktreaktion und Kurszielsturz
Die Kapitalmärkte haben auf die Gewinnwarnung deutlich reagiert. Der Titel geriet spürbar unter Druck und bewegt sich in einem klaren Abwärtstrend. Die stark ausgeweitete Verlustprognose und die gesenkte Leistungsprognose haben das Risikoempfinden der Investoren sichtbar erhöht.
Auch auf Analystenseite hat dies Konsequenzen. First Berlin Equity Research stufte die Aktie herab und senkte das Kursziel von 31,00 Euro auf nur noch 8,00 Euro. Die Analysten begründen den Schritt mit dem gestiegenen finanziellen Risiko und der deutlich schwächeren Ergebnisbasis, die nun erwartet wird.
Die Ausweitung des prognostizierten Fehlbetrags beunruhigt nicht nur Aktionäre, sondern auch Fremdkapitalgeber. Die Sorgen um die Solvenz des Unternehmens nehmen zu. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat die Inhaber der Unternehmensanleihen bereits dazu aufgerufen, ihre Interessen zu bündeln und abgestimmt vorzugehen.
Ausblick: Fokus auf Liquidität
Für die kommenden Monate rückt die Sicherung der Liquidität in den Mittelpunkt. Entscheidend wird sein, ob ABO Wind die verzögerten Projekte zügig realisieren kann, um zusätzliche Mittelzuflüsse zu generieren und den erhöhten Fehlbetrag abzufedern.
Gelingt es, die verschobenen Projektverkäufe zeitnah abzuschließen und das operative Geschäft zu stabilisieren, könnte sich die finanzielle Lage wieder entspannen. Bleiben diese Fortschritte jedoch aus, dürfte der Druck von Seiten des Kapitalmarkts und der Anleihegläubiger weiter steigen.
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