XRP: Problemquelle identifiziert?
Der Kryptomarkt erlebte am Montag eine massive Verkaufswelle – und XRP traf es mit voller Wucht. Die Marke von 2 US-Dollar, lange als psychologisch wichtige Unterstützung gehandelt, brach wie ein Kartenhaus zusammen. Innerhalb weniger Stunden stürzte der Kurs bis auf 1,85 Dollar ab, bevor sich eine leichte Erholung einstellte. Verantwortlich für den Crash: eine toxische Mischung aus geopolitischen Spannungen und massiven Zwangsliquidierungen überhebter Long-Positionen.
Flash Crash und technischer Schaden
XRP handelt aktuell in einer Spanne zwischen 1,93 und 1,96 Dollar – ein Tagesverlust von über 4 Prozent. Der Zusammenbruch begann bei einem Eröffnungskurs nahe 2,06 Dollar und mündete in einem klassischen Flash Crash, der kurzzeitig bis 1,84 Dollar durchschlug.
Die technische Lage hat sich deutlich verschlechtert. Der Bruch der 2,05-Dollar-Unterstützung erfolgte unter hohem Volumen – allein in einer Stunde wechselten 335 Millionen XRP den Besitzer. Zudem notiert der Coin mittlerweile unter seinem 200-Tage-Durchschnitt bei 2,35 Dollar, was die mittelfristige Trendschwäche unterstreicht. Sollte die Marke von 1,93 Dollar nicht halten, droht ein weiterer Rutsch in Richtung 1,77 Dollar.
Liquidierungen und Wal-Aktivität
Der Preissturz wurde durch Zwangsliquidierungen massiv verstärkt. Laut CoinGlass verloren Trader im gesamten Kryptomarkt über 800 Millionen Dollar – XRP verbuchte dabei mit rund 29,7 Millionen Dollar an ausgelöschten Long-Positionen das größte Liquidierungsereignis seit November 2025.
Parallel transferierten Großinvestoren in den Stunden vor dem Crash etwa 65,5 Millionen XRP im Wert von 129 Millionen Dollar auf Börsen. Diese Bewegung deutet auf koordinierte Gewinnmitnahmen hin, die zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugten. Langfristig allerdings zeigt sich ein anderes Bild: Die XRP-Bestände auf Binance sind in den vergangenen zwölf Monaten um 45 Prozent gesunken – von 10,16 auf 5,55 Milliarden Dollar. Das spricht für einen Trend zur Cold Storage und reduziert das verfügbare Angebot.
Geopolitik als Brandbeschleuniger
Der unmittelbare Auslöser für den Crash liegt außerhalb der Krypto-Welt. US-Präsident Trump kündigte neue 10-Prozent-Zölle auf acht EU-Staaten an, die ab dem 1. Februar 2026 greifen sollen. Die eskalierenden Handelskonflikte zwischen den USA und Europa lösten eine klassische "Risk-Off"-Bewegung aus – Investoren zogen sich aus volatilen Assets zurück. Der Crypto Fear & Greed Index steht bei 44 Punkten und signalisiert damit klar "Angst" im Markt.
Fundamentale Entwicklungen im Schatten
Trotz der negativen Kursentwicklung gibt es auf Unternehmensebene Fortschritte. Ripple erhielt diese Woche eine vorläufige Genehmigung für eine EMI-Lizenz in Luxemburg, die den Zugang zu allen 27 EU-Mitgliedstaaten ermöglicht. Zudem steigt die Nutzung des Ripple-USD-Stablecoins (RLUSD): Über 30 Prozent des Angebots befinden sich mittlerweile auf dem XRP Ledger, die Liquidität ist um 76 Prozent gestiegen.
Entscheidend für die kommenden Tage wird sein, ob XRP die Zone um 1,90 bis 1,93 Dollar verteidigen kann. Erst eine Rückeroberung der 2,05-Dollar-Marke würde die aktuelle technische Schwäche neutralisieren.
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