Der XRP-Kurs verharrt Ende Januar 2026 bei rund 1,91 US-Dollar und zeigt damit ein durchwachsenes Bild: Während die Preise unter Druck stehen und das Sentiment ins Bodenlose rutscht, sprechen Netzwerkaktivität, ETF-Zuflüsse und schrumpfende Exchange-Bestände eine andere Sprache. Was überwiegt – die kurzfristige Schwäche oder die strukturellen Veränderungen?

Extreme Stimmung trifft auf rückläufige Kurse

XRP hat seit dem Jahreshoch Anfang Januar knapp 19 Prozent verloren und liegt damit 46 Prozent unter seinem Juli-Peak von 3,65 US-Dollar. Laut Daten von Santiment ist die soziale Stimmung auf den Plattformen stark negativ – ein Zustand, der oft erst spät in einer Abwärtsbewegung eintritt. Historisch betrachtet bildeten solche Phasen extremer Angst häufig den Nährboden für scharfe Gegenbewegungen, sofern Käufer wieder Vertrauen fassen.

Technisch bewegt sich XRP in einer engen Spanne zwischen 1,90 und 1,95 US-Dollar. Die zentrale Unterstützungszone liegt bei 1,80 bis 1,90 US-Dollar – ein Bereich, der bereits mehrfach getestet wurde. Ein Bruch darunter könnte den Weg in Richtung 1,60 US-Dollar öffnen, dem Niveau der Kapitulation vom Oktober 2025.

XRP Ledger läuft auf Hochtouren

Während die Kurse schwächeln, zeigt das Netzwerk selbst Stärke. Das XRP Ledger verarbeitet täglich zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Transaktionen. Am 13. Januar wurden 1,45 Millionen Transaktionen an einem einzigen Tag abgewickelt – der höchste Wert seit 180 Tagen. Die Nutzung erstreckt sich auf grenzüberschreitende Zahlungen, Tokenisierung von Vermögenswerten und DeFi-Anwendungen.

Parallel dazu hat sich die Struktur der Token-Halter deutlich verschoben. Die XRP-Bestände auf Börsen sind von etwa vier Milliarden Token Anfang 2025 auf nur noch 1,5 bis 1,7 Milliarden Ende Dezember gefallen – ein Rückgang um 57 Prozent und der niedrigste Stand seit 2017/2018. Weniger verfügbare Token auf Handelsplattformen bedeuten: Selbst moderate Kaufwellen können den Markt stärker bewegen als in früheren Zyklen.

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ETFs sammeln weiter ein – gegen den Trend

Spot-XRP-ETFs verzeichnen seit ihrem Launch im November 2025 kumulierte Zuflüsse von 1,37 Milliarden US-Dollar. Fünf große Anbieter – Canary Capital, Bitwise, Franklin Templeton, Grayscale und 21Shares – haben zusammen rund 750 Millionen XRP-Token absorbiert. Nach 43 aufeinanderfolgenden Handelstagen mit positiven Zuflüssen gab es am 7. Januar den ersten Abfluss von 40,8 Millionen US-Dollar.

Bemerkenswert: Während Bitcoin-Fonds Anfang Januar vier Tage in Folge Abflüsse von insgesamt 1,38 Milliarden US-Dollar und Ethereum-Produkte 351 Millionen US-Dollar verloren, blieben XRP-ETFs weitgehend stabil und verzeichneten sogar Nettozuwächse. Die institutionelle Nachfrage läuft also antizyklisch zum breiteren Kryptomarkt.

Ripples RLUSD und optimistische Ausblicke

Ripple baut sein Ökosystem weiter aus. Der RLUSD-Stablecoin wurde kürzlich von Binance für den Spot-Handel auf Ethereum gelistet, die Unterstützung für das XRP Ledger folgt demnächst. Der Stablecoin ist 1:1 durch US-Dollar-Einlagen, kurzfristige US-Staatsanleihen und andere Cash-Äquivalente gedeckt – mit monatlichen Prüfungen.

Regulatorisch hat sich die Lage entspannt. Die Beilegung des Streits mit der SEC im Jahr 2025 stellte klar, dass Sekundärmarkt-Verkäufe von XRP nicht als Wertpapiertransaktionen gelten. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zeigte sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse optimistisch und erwartet neue Allzeithochs am Kryptomarkt für 2026. Standard-Chartered-Analysten prognostizieren XRP-Kurse von acht US-Dollar bis Ende 2026 und 12,50 US-Dollar bis 2028 – allerdings unter der Voraussetzung günstiger Rahmenbedingungen.

Haltestruktur erinnert an 2022

Ein kritischer Blick auf die On-Chain-Daten zeigt: Die aktuelle Haltestruktur ähnelt Anfang 2022, bevor XRP monatelang unter Druck geriet. Käufer der vergangenen Wochen haben zu Preisen akkumuliert, die unter dem Einstandsniveau jener Investoren liegen, die vor sechs bis zwölf Monaten eingestiegen sind. Damals, im Februar 2022, handelte XRP bei 0,78 US-Dollar – sechs Monate später lag der Kurs bei 0,30 US-Dollar.

Die Frage bleibt, ob die strukturellen Veränderungen – weniger Tokens auf Börsen, ETF-Nachfrage, steigende Netzwerknutzung – diesmal ausreichen, um eine ähnliche Abwärtsspirale zu verhindern. XRP-Transaktionen lassen sich schnell zwischen Plattformen verschieben, was die Liquidität flexibler macht, als es die nackten Zahlen vermuten lassen. Zudem hängt XRP weiterhin stark an Bitcoins Performance.

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