XRP: Das Wall-Street-Paradoxon
Während der XRP-Token seit Jahresbeginn an Wert verliert, baut Ripple im Hintergrund ein beachtliches institutionelles Fundament auf. Von Goldman Sachs als großem ETF-Halter bis zur Integration in das US-Clearing-System mehren sich die Meilensteine. Ein genauer Blick auf die jüngsten Entwicklungen offenbart eine deutliche Lücke zwischen Netzwerknutzung und Token-Nachfrage.
Goldman Sachs positioniert sich
Aus behördlichen Einreichungen geht hervor, dass Goldman Sachs zum größten institutionellen Halter von XRP-Spot-ETFs aufgestiegen ist. Die Investmentbank verteilte rund 154 Millionen US-Dollar strategisch auf vier verschiedene Emittenten, darunter Bitwise und Grayscale. Dieses Vorgehen deutet auf eine bewusste Portfoliostrategie hin. Analysten ordnen die Zahlen allerdings ein. Da nur Vermögensverwalter ab 100 Millionen US-Dollar meldepflichtig sind, dürfte der Großteil der Investoren weiterhin aus dem Einzelhandel stammen. Seit dem Start im November 2025 sammelten die Fonds ein verwaltetes Vermögen von 1,44 Milliarden US-Dollar ein.
Ein Fuß in der Tür des US-Clearings
Ein noch wichtigerer struktureller Schritt erfolgte Anfang März. Ripple Prime, ehemals bekannt als Hidden Road, wurde offiziell in das Verzeichnis der US-Clearingstelle NSCC aufgenommen. Ripple hatte die Plattform im April 2025 für 1,25 Milliarden US-Dollar übernommen. Vor der Übernahme wickelte das Unternehmen jährlich Transaktionen im Wert von drei Billionen US-Dollar für institutionelle Kunden ab. Die NSCC-Mitgliedschaft bedeutet zwar nicht, dass die Clearingstelle den XRP-Ledger bereits nutzt. Ripple Prime verfügt nun aber über die regulatorischen Voraussetzungen, um zukünftige Handelsaktivitäten potenziell über die Blockchain abzuwickeln.
Lizenzen und wachsendes Netzwerk
Parallel dazu nimmt die Aktivität auf der Blockchain zu. Mitte März verzeichnete der XRP-Ledger täglich drei Millionen Transaktionen – eine Verdreifachung gegenüber Mitte 2025. Ein Treiber dafür ist die Tokenisierung von realen Vermögenswerten, die mittlerweile ein Volumen von knapp 475 Millionen US-Dollar erreicht hat. Auch regulatorisch macht das Unternehmen Fortschritte. Nach der Zulassung durch die britische FCA im Januar erhielt Ripple nun eine E-Geld-Lizenz in Luxemburg. Damit steigt die Zahl der weltweiten Lizenzen auf über 75, was die Expansion von regulierten Zahlungsdiensten in der Europäischen Union erleichtert.
Die fehlende Verbindung zum Token
Trotz dieser fundamentalen Meilensteine bleibt eine zentrale Schwachstelle bestehen. Banken können die Zahlungstechnologie von Ripple nutzen, ohne den XRP-Token jemals berühren zu müssen. Diese Entkopplung zeigt sich deutlich am Markt. Während das Netzwerk wächst, verzeichnete der Token seit Jahresbeginn einen Wertverlust von gut 20 Prozent und notiert aktuell bei 1,50 US-Dollar. Erschwerend kommt hinzu, dass XRP eine hohe Korrelation von 0,84 zu Bitcoin aufweist. Die makroökonomischen Bedingungen und die allgemeine Marktstimmung überlagern derzeit die unternehmensspezifischen Entwicklungen. Anfang März flossen zudem innerhalb von drei Tagen rund 22 Millionen US-Dollar aus den XRP-ETFs ab.
Die strukturellen Voraussetzungen für XRP sind so weit entwickelt wie nie zuvor. Mit einem global lizenzierten Zahlungsdienstleister, einem im US-Clearing verankerten Prime Broker und steigenden Transaktionszahlen ist das Fundament gelegt. Ob diese institutionelle Infrastruktur letztendlich zu einer nachhaltigen Nachfrage nach dem Token führt, hängt nun davon ab, inwieweit die neuen regulierten Kanäle tatsächlich On-Chain-Volumen generieren.
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