XRP: Belastungstest
Der Jahresauftakt verläuft für XRP holprig. Während Bitcoin nahe der 87.000-Dollar-Marke konsolidiert, kommt die Kryptowährung nicht vom Fleck – im Gegenteil. Der Kurs notiert am Donnerstag bei rund 1,85 US-Dollar und kämpft mit der psychologisch wichtigen 1,90-Dollar-Schwelle. Dahinter steckt ein wiederkehrendes Ereignis, das die Märkte jedes Mal nervös macht: die planmäßige Freisetzung von 1 Milliarde XRP aus dem Treuhandkonto.
Eine Milliarde XRP auf dem Markt
Pünktlich um Mitternacht hat das XRP Ledger heute die monatliche Escrow-Freigabe ausgeführt. 1 Milliarde Token, aktuell etwa 1,84 Milliarden Dollar wert, stehen nun theoretisch zur Verfügung. Zwar schickt Ripple erfahrungsgemäß 60 bis 80 Prozent davon zurück in neue Treuhandverträge – doch der Rest landet im Umlauf. Genau diese Unsicherheit belastet kurzfristig.
Verschärft wurde die Stimmung durch eine kontroverse Nachricht in den Transaktionsdaten, die aggressive Verkaufsstrategien für 2026 andeutete. Ob die Notiz tatsächlich von Ripple stammt oder sarkastisch gemeint war, bleibt unklar. Die Verunsicherung im Retail-Segment ist dennoch spürbar.
Gegenbewegung: Börsenbestände auf Tiefststand
Doch es gibt auch eine andere Seite. Die XRP-Bestände auf zentralen Handelsplattformen sind drastisch gesunken – auf unter 1,5 Milliarden Token. Vor einem Jahr waren es noch rund 4 Milliarden. Das deutet darauf hin, dass langfristige Halter ihre Positionen in Cold Wallets verschieben. Weniger verfügbares Angebot auf Börsen reduziert potenziellen Verkaufsdruck und könnte mittelfristig einen Angebotsschock begünstigen.
Gleichzeitig zeigt sich institutionelles Interesse robust. US-Spot-XRP-ETFs verwalten mittlerweile 1,24 Milliarden Dollar. Allein am 30. Dezember flossen über 15 Millionen Dollar zu. Die ETF-Anbieter halten inzwischen etwa 1,12 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung – eine kontinuierliche Nachfrage, die Verkaufsdruck auffangen kann.
Regulierung als Katalysator
Entscheidend für die weitere Entwicklung bleibt das regulatorische Umfeld. Im Senat steht noch diesen Monat die Beratung des CLARITY Act an. Das Gesetz soll die Abgrenzung zwischen Wertpapieren und Rohstoffen klären und könnte die rechtliche Unsicherheit für digitale Assets wie XRP endgültig beseitigen. Eine positive Entscheidung würde die institutionelle Nachfrage vermutlich weiter ankurbeln.
Für die kommenden Tage wird es darauf ankommen, ob die Unterstützung bei 1,80 Dollar hält und ob Käufer das zusätzliche Angebot aus dem Escrow-Release absorbieren können. Die Konstellation ist widersprüchlich: fallende Börsenbestände und steigende ETF-Zuflüsse sprechen für Akkumulation, das Timing der Freisetzung setzt den Kurs jedoch kurzfristig unter Druck.
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