Zum Start des Jahres 2026 richtet sich der Blick der Anleger auf eine Routine-Maßnahme: Ripple gibt planmäßig eine Milliarde Token aus dem Treuhandkonto (Escrow) frei. Doch während der Kurs technisch schwächelt und unter der Marke von 2 US-Dollar notiert, zeichnet sich im Hintergrund eine massive Verschiebung ab. Institutionelle Investoren nutzen die niedrigen Preise offenbar für einen aggressiven Einstieg, was zu einer drastischen Verknappung der verfügbaren Bestände führt.

Der Escrow-Effekt: Angst vs. Realität

Auf den ersten Blick wirkt die Freigabe von einer Milliarde XRP im Wert von knapp 1,9 Milliarden US-Dollar wie ein Belastungsfaktor für den Kurs. Historische Muster zeigen jedoch, dass diese Schlagzeile oft irreführend ist. Ripple sperrt üblicherweise 60 bis 80 Prozent der freigegebenen Token fast unmittelbar wieder weg, um sie für operative Zwecke oder Liquidität vorzuhalten.

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Sollte sich das Muster vom Dezember 2025 wiederholen, dürfte der tatsächliche Liquiditätszufluss deutlich geringer ausfallen, als die nackten Zahlen vermuten lassen. Der Markt hat gelernt, diese planmäßigen Freigaben eher als transparenten Distributionsmechanismus denn als plötzlichen Angebotsschock zu bewerten.

Institutionelle decken sich ein

Viel spannender als die Angebotsseite ist aktuell die Nachfrage durch Großinvestoren. Die im November 2025 gestarteten US-Spot-ETFs haben sich als unerwartet starker Stabilisator erwiesen. Die Produkte verzeichnen seit über 30 Tagen ununterbrochene Zuflüsse und verwalten mittlerweile Assets im Wert von über 1,27 Milliarden US-Dollar.

Im Gegensatz zu den volatilen Geldströmen bei Bitcoin oder Ethereum zeigen XRP-Investoren eine bemerkenswerte Konstanz. Selbst während der jüngsten Preiskonsolidierung riss das Interesse nicht ab, was Analysten als Zeichen für langfristiges Vertrauen werten.

Börsenbestände im freien Fall

Diese institutionelle Kaufwelle trifft auf ein rapide sinkendes Angebot auf den Handelsplattformen. Die XRP-Bestände auf den Börsen sind in den letzten zwölf Monaten von vier Milliarden auf unter 1,5 Milliarden Token geschrumpft – ein massiver Rückgang um fast 63 Prozent.

Dieser Abfluss in Cold Wallets oder institutionelle Verwahrlösungen (Custody) entzieht dem Markt Liquidität für spontane Verkäufe. Wenn ein verknapptes Angebot auf konstante ETF-Nachfrage trifft, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für dynamische Kursbewegungen, sobald der Kaufdruck steigt.

Technische Hürden und politische Hoffnung

Trotz der bullishen Fundamentaldaten kämpft der Kurs aktuell mit technischen Widerständen. Der Token notiert bei rund 1,84 US-Dollar und hat sich nach dem Rutsch von den Dezember-Hochs in einer Konsolidierungszone eingependelt. Charttechnisch liegt ein massiver Widerstandsbereich bei 1,92 bis 1,93 US-Dollar, an dem sich die "Bullen" zuletzt die Zähne ausbissen.

Rückenwind könnte jedoch aus Washington kommen. Der anstehende "CLARITY Act" soll endlich verlässliche Regeln für Banken im Umgang mit digitalen Assets schaffen. Eine klare Regulierung würde nicht nur Ripple mehr Planungssicherheit bei den monatlichen Escrow-Entscheidungen geben, sondern könnte auch die Tür für eine breitere Nutzung von XRP im Bankensektor öffnen.

Fazit

XRP startet 2026 in einem interessanten Spannungsfeld zwischen kurzfristiger Chart-Schwäche und langfristiger institutioneller Akkumulation. Während Standard Chartered aufgrund der regulatorischen Klarheit ambitionierte Kursziele von bis zu 8 US-Dollar für das Jahresende nennt, liegt die Wahrheit zunächst in der Marktstruktur: Nur wenn die ETF-Zuflüsse anhalten und die Banken-Adoption durch die neue Gesetzeslage Fahrt aufnimmt, kann sich der Kurs nachhaltig aus der aktuellen Seitwärtsbewegung lösen.

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