Die australische Vulcan Energy Resources steht vor einem Wendepunkt: In Deutschland laufen die Bauarbeiten am Lithium-Großprojekt Lionheart auf Hochtouren, die Finanzierung über 2,2 Milliarden Euro steht, langfristige Lieferverträge sind unterschrieben. Am 24. März folgt das nächste Business-Update – und Investoren warten auf Klarheit über Kosten, Zeitplan und Kapitalbedarf.

Bohrtürme drehen sich im Oberrheingraben

In Landau hat Vulcan Energy mit neuen geothermischen Bohrungen begonnen – laut CEO Cris Moreno ein Meilenstein für den Projektfahrplan. Die Bohrungen sollen das gesamte Jahr 2026 andauern, in der zweiten Jahreshälfte kommt eine zweite Anlage hinzu.

Erste Testergebnisse der Bohrung LSC-1b übertreffen die ursprünglichen Planwerte: Der Produktivitätsindex liegt zwischen 2,1 und 2,5 Litern pro Sekunde und Bar, die Förderraten zwischen 105 und 125 Litern pro Sekunde – deutlich über den anvisierten 84 bis 94 Litern pro Sekunde.

Parallel hat Vulcan einen Mietvertrag für die zentrale Lithiumanlage im Industriepark Höchst bei Frankfurt unterzeichnet. Dort soll künftig Lithiumhydroxid-Monohydrat für die europäische Batterie- und Automobilproduktion entstehen. Zusätzliche Vereinbarungen zur Standortentwicklung sowie Energie- und Stromversorgung sind bereits abgeschlossen.

2,2 Milliarden Euro – die Finanzierungsstruktur

Das Lionheart-Projekt der Phase eins ist vollständig durchfinanziert: Rund 2,2 Milliarden Euro kommen aus verschiedenen Quellen zusammen. Die Europäische Investitionsbank steuert allein 250 Millionen Euro bei, ein Konsortium aus zwölf Finanzinstituten unterstützt das Vorhaben ebenfalls.

Hinzu kommen nicht verwässernde Zuschüsse von europäischen und deutschen Regierungsstellen in Höhe von 204 Millionen Euro – 100 Millionen für die geothermische Infrastruktur, 104 Millionen für die Lithiumproduktion. Die Auszahlung erfolgt gestaffelt nach erreichten Investitionsmeilensteinen.

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Über institutionelle Platzierungen und Bezugsrechtsangebote hat Vulcan zudem bis zu 603 Millionen Euro Eigenkapital zu einem festen Preis von 2,24 Euro je Aktie eingesammelt.

Langfristige Abnahmeverträge als Fundament

Die kommerzielle Basis steht: Vulcan hat verbindliche Zehnjahresverträge mit Stellantis, LG Corp, Umicore und Glencore abgeschlossen. Allein die Vereinbarung mit Glencore umfasst bis zu 44.000 Tonnen über acht Jahre.

Etwa 72 Prozent der vertraglich zugesagten Mengen für die erste Dekade sind durch Festpreis- oder Mindestpreisklauseln abgesichert – laut Unternehmen deutlich über den aktuellen Spotmarktpreisen.

Phase eins von Lionheart zielt auf eine jährliche Produktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ab – genug für 500.000 Elektrofahrzeug-Batterien pro Jahr. Dazu kommen 275 Gigawattstunden Strom und 560 Gigawattstunden Wärme über eine geschätzte Projektlaufzeit von 30 Jahren.

Investoren stocken auf

Van Eck Associates meldete Ende Januar einen Stimmrechtsanteil von 5,04 Prozent – ein deutlicher Anstieg von zuvor 3,92 Prozent. Der Fonds hält damit 24,1 Millionen Stimmrechte von insgesamt 477,9 Millionen ausstehenden Aktien.

Die Marktkapitalisierung von Vulcan Energy belief sich Ende Februar auf rund 1,74 Milliarden australische Dollar.

Ausblick: 24. März im Fokus

Die kommerzielle Bauphase soll etwa zweieinhalb Jahre dauern, der Produktionsstart ist für 2028 anvisiert. CEO Moreno hat bereits angedeutet, dass das Erreichen der vollen Produktionskapazität zusätzliches Kapital erfordern könnte – entweder durch Verwässerung bestehender Anteile oder durch Teilverkäufe von Vermögenswerten.

Am 24. März folgt das nächste Update. Anleger dürften vor allem auf zwei Punkte achten: Kostenentwicklung und Einhaltung des Bauzeitplans.

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