Vulcan Energy meldet erfreuliche Fortschritte beim Phase-One-Projekt „Lionheart“ in Deutschland. Ein erster neuer Förderbrunnen im Oberrheingraben liefert bessere Testergebnisse als im Entwicklungsplan unterstellt. Damit festigt das Unternehmen seine Annahmen für das kombinierte Lithium- und Geothermieprojekt, das bereits vollständig finanziert ist.

  • Testbrunnen LSC-1b übertrifft die Planvorgaben beim Fördervolumen
  • Vollständige Projektfinanzierung seit Dezember 2025 gesichert
  • Ziel: 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr, Start der Produktion ab 2028

Bohrtestergebnisse über Plan

Der sidetrack-Brunnen LSC-1b im Oberrheingraben zeigte laut Mitteilung vom 21. Januar Produktivitätsindizes von 2,1 bis 2,5 Litern pro Sekunde je bar. Bei dem geplanten Betriebsdruckabfall von 50 bar entspricht dies einer potenziellen Förderrate von 105 bis 125 Litern pro Sekunde.

Damit liegt der Brunnen klar über den Annahmen des Field Development Plan, der im Schnitt mit 84 bis 94 Litern pro Sekunde pro Bohrung kalkuliert. Auch weitere Schlüsselparameter wie Temperatur, Matrixpermeabilität und Lithiumgehalt bestätigten die Modellannahmen oder fielen besser aus.

Die Tests liefern damit eine technische Bestätigung zentraler Projektannahmen, was für die weitere Ausbauplanung wichtig ist.

Bohrleistung und Umsetzung

Durchgeführt wurde die Bohrung von Vercana, der vollständig im Besitz von Vulcan stehenden Bohrtochter. Laut Unternehmen wurde der Brunnen sicher, ohne Ausfallzeiten und schneller als geplant fertiggestellt. Es gab keine meldepflichtigen Zwischenfälle in den Bereichen Arbeitssicherheit, Gesundheit oder Umwelt.

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LSC-1 ist der fünfte Brunnen innerhalb der Phase-One-Entwicklung; vier weitere sind bereits in Produktion. Der Entwicklungsplan sieht insgesamt 24 Förder- und Reinjektionsbohrungen vor, um das integrierte Geothermie- und Lithiumprojekt zu stützen. Eine zweite Bohranlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 zum Einsatz kommen.

Finanzierung und Projektziele

Den positiven Testergebnissen war im Dezember 2025 der Abschluss der vollständigen Projektfinanzierung vorausgegangen. Mit der Final Investment Decision (FID) startete Vulcan den Bau der kommerziellen Geothermal Lithium Extraction Plant in Landau.

Für Phase One peilt das Unternehmen folgende jährliche Kapazitäten an:

  • 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat
  • 275 GWh erneuerbare Stromerzeugung (Co-Produkt)
  • 560 GWh Wärme für lokale Abnehmer (Co-Produkt)

Die Betriebsdauer des Projekts wird mit rund 30 Jahren angegeben. Die erste kommerzielle Lithiumproduktion ist für 2028 vorgesehen.

Anpassungen bei Vorstandsvergütung

Ebenfalls am 21. Januar gab Vulcan vergütungsbezogene Änderungen für Führungskräfte bekannt, gültig rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Der Vorstand begründet diese Anpassungen mit dem Übergang des Unternehmens von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase nach der FID im Dezember 2025.

Einordnung im Marktumfeld

Vulcan Energy ist sowohl an der Australian Securities Exchange als auch an der Frankfurter Börse notiert. Am 12. Januar fand eine außerordentliche Hauptversammlung statt, auf der der einzige zur Abstimmung stehende Beschluss per Urabstimmung angenommen wurde.

Für Anleger ist damit klarer umrissen, auf welcher technischen und finanziellen Basis Vulcan die nächsten Schritte im Oberrheingraben plant: Die ersten Bohrdaten liegen über Plan, die Finanzierung steht, und der Ausbaupfad mit weiteren Brunnen und einer zweiten Bohranlage ab 2026 ist definiert.

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