Vulcan Energy hat sich eine zentrale Hürde für das Lithium-Projekt „Lionheart“ aus dem Weg geräumt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Januar stimmten die Aktionäre den entscheidenden Beschlüssen zur Kapitalmaßnahme zu. Damit ist das große Finanzierungspaket bestätigt, das Ende 2025 geschnürt wurde und die Umsetzung der ersten Projektphase ermöglichen soll.

Finanzierungspaket im Überblick

Kern der Beschlüsse ist die Billigung der im Rahmen einer institutionellen Platzierung ausgegebenen neuen Aktien. Diese Platzierung ist Teil eines Gesamtfinanzierungspakets über rund 2,2 Milliarden Euro (etwa 3,9 Milliarden Australische Dollar) für das Lionheart-Projekt.

Die Struktur im Detail:
* 1,185 Milliarden Euro Fremdkapital von einem Konsortium aus 13 Finanzinstituten, darunter die Europäische Investitionsbank (EIB)
* 545 Millionen Euro Eigenkapital, getragen von strategischen Partnern
* 169 Millionen Euro von HOCHTIEF, das als Ankerinvestor und technischer Partner einsteigt

Mit diesem Mix aus Fremd- und Eigenkapital steht die Kapitalbasis für die erste Projektphase.

Analystenreaktion: Kursziel 6,10 AUD

Positive Impulse kommen zusätzlich von Bell Potter. Das Analysehaus bestätigte am 14. Januar die Einstufung „speculative buy“ und setzte ein Kursziel von 6,10 Australischen Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?

Ausgehend vom Schlusskurs von 4,42 AUD am 16. Januar entspricht das einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von über 35 %. Bell Potter sieht vor allem den Übergang des Lionheart-Projekts in die Umsetzungsphase als zentralen Werttreiber. Die vollständig gesicherte Finanzierung senke nach Einschätzung der Analysten das Risiko beim kommerziellen Hochlauf deutlich.

Vom Pilotprojekt zur Umsetzung

Bereits Anfang 2025 hatte Vulcan Energy in der Pilotanlage CLEOP („Central Lithium Electrolysis Optimization Plant“) erstmals Lithiumhydroxid in Batteriequalität hergestellt. Damit war ein wesentlicher technischer Nachweis erbracht.

Seit der nun gesicherten Projektfinanzierung und den Aktionärsbeschlüssen im Januar 2026 verschiebt sich der Schwerpunkt klar auf den kommerziellen Ausbau. Offiziell hat das Unternehmen für Phase Eins den Wechsel von der Entwicklungs- in die Execution-Phase vollzogen.

HOCHTIEF spielt dabei eine doppelte Rolle: Der Baukonzern bringt zum einen Eigenkapital ein, zum anderen übernimmt er die Verantwortung für wesentliche Teile der zivilen Bauarbeiten. Dies wird im Markt als zusätzlicher Beleg für die industrielle Umsetzbarkeit des Projekts gewertet.

Marktumfeld und Ausblick

Die Aktie arbeitet sich derzeit von der Schwächephase im Dezember 2025 nach oben, als der Kurs die Verwässerung und den Abschlag der Kapitalerhöhung verarbeitete. Die erfolgreiche außerordentliche Hauptversammlung und die Bestätigung der HOCHTIEF-Partnerschaft haben dem Kurs nach der Korrektur eine erste Unterstützungszone verschafft.

Im Mittelpunkt steht nun der Start der umfangreichen Bauaktivitäten für Lionheart. Mit vollständig gesicherter Finanzierung, vorliegenden Genehmigungen und einem im Pilotmaßstab validierten Prozess sieht sich Vulcan Energy innerhalb des europäischen Lithiumsektors in einer vergleichsweise risikoarmen Position für die Umsetzung der ersten Projektphase.

Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...