Vossloh verzeichnet schwache Quartalszahlen durch Lieferverzögerungen in China, während der Auftragsbestand ein Rekordhoch erreicht. Bleibt die Aktie eine Warteinvestition?

Der Bahntechnikspezialist Vossloh präsentiert ein gespaltenes Bild: Während die Quartalszahlen enttäuschen, sprudeln die Aufträge wie nie zuvor. Doch kann der Rekord-Auftragsbestand die aktuelle Schwächephase überdecken?

Verzögerungen in China drücken die Zahlen

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vossloh?

Das erste Quartal 2025 fiel für Vossloh deutlich schwächer aus als erwartet:

  • Umsatzrückgang auf 251,1 Mio. Euro (Vorjahr: 268,8 Mio. Euro)
  • EBIT-Einbruch auf 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 17,9 Mio. Euro)

Hauptgrund sind Lieferverzögerungen bei Schienenbefestigungssystemen in China – ein Schlüsselmarkt für das Unternehmen. "Diese Auslieferungen werden erst ab Q2 anlaufen", erklärt das Management. Die temporäre Delle zeigt: Vosslohs kurzfristige Performance hängt stark von der chinesischen Nachfrage ab.

Lichtblick: Auftragsbücher platzen aus allen Nähten

Trotz der aktuellen Schwächephase liefert Vossloh beeindruckende Zahlen bei den Aufträgen:

  • Auftragsbestand auf Rekordhoch von 926,4 Mio. Euro (+15,2% ggü. Vorjahr)
  • Book-to-Bill-Ratio von 1,35 signalisiert weiteres Wachstum

"Die Nachfrage nach unseren Lösungen ist ungebrochen", betont der Konzern. Besonders die Bereiche Lifecycle Solutions und der US-Markt treiben die Bestellungen an.

Analysten bleiben skeptisch – Kurs reagiert verhalten

Die Marktbeobachter zeigen sich trotz der starken Auftragslage zurückhaltend:

  • Warburg Research bestätigt "Hold"-Einstufung
  • mwb research empfiehlt ebenfalls zum Halten

Die Aktie notiert aktuell bei 67,90 Euro (+3,51% am Freitag) – immerhin 68,5% über dem 52-Wochen-Tief, aber noch 5% unter dem Jahreshoch. Die hohe Volatilität von 69% spiegelt die Unsicherheit der Anleger wider.

Ausblick: Wann schlägt die Auftragsflut in Umsätze um?

Das Management hält an den Jahreszielen fest:

  • Umsatzprognose: 1,25 - 1,325 Mrd. Euro
  • EBIT-Erwartung: 110 - 120 Mio. Euro

Der Schlüssel liegt in der Umsetzung: Können die verschobenen China-Geschäfte und US-Aufträge die zweite Jahreshälfte beflügeln? Für Anleger bleibt es eine Wette darauf, ob Vossloh die operative Kurve rechtzeitig kriegt – oder die Rekord-Aufträge am Ende nur Papierwerte bleiben.

Vossloh-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vossloh-Analyse vom 26. April liefert die Antwort:

Die neusten Vossloh-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vossloh-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vossloh: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...