Die Volvo-Aktie gerät vor den entscheidenden Quartalszahlen unter Druck. Die Investmentbank Kepler Cheuvreux stufte den Titel von "Buy" auf "Hold" zurück, obwohl sie gleichzeitig das Kursziel anhebt. Diese gemischte Botschaft spiegelt die wachsende Skepsis vor dem am 28. Januar erwarteten Q4-Bericht wider.

Die Ankündigung ließ die Aktie im Stockholmer Handel um etwa 1,5% nachgeben. Der Analyst erwartet für das vierte Quartal einen operativen Gewinnrückgang von rund 18% im Vorjahresvergleich. Verantwortlich dafür sind vor allem geringere Auslieferungen im Truck-Geschäft sowie ungünstige Misch- und Währungseffekte.

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Erwartungen an den Truck-Markt

Trotz der erwarteten schwächeren Zahlen geht Kepler Cheuvreux davon aus, dass Volvo an seiner bisherigen Prognose für die Truck- und Baumaschinensparte festhalten wird. Für den nordamerikanischen Markt sieht die Bank Potenzial: Während Volvo selbst mit einem Rückgang der Class-8-Verkäufe um 5% rechnet, deuten starke Auftragseingänge im Dezember und mögliche Vorzieheffekte vor neuen EPA27-Umweltvorschriften auf eine robustere Nachfrage hin.

Die finanzielle Basis des Konzerns bleibt vorerst solide. Für das vierte Quartal wird ein saisonal starker Cashflow erwartet, der den Nettokassenbestand auf etwa 60 Milliarden Schwedische Kronen (ca. 30 SEK pro Aktie) erhöhen dürfte. Dies stützt die Aussicht auf eine unveränderte Dividendenzahlung von 18,50 SEK.

Langfristige Dividendenprognose getrübt

Der langfristige Ausblick für Aktionäre ist jedoch vorsichtiger. Analysten rechnen für das Jahr 2026 mit einer möglichen Dividendenkürzung auf 15 SEK. Grund ist ein erwarteter Gewinnrückgang: Für 2025 wird ein Einbruch des Gewinns je Aktie (EPS) um etwa 30% prognostiziert.

Trotz der Herabstufung erhöhte Kepler Cheuvreux das Kursziel für Volvo von 285 auf 325 SEK. Diese Anpassung spiegelt vor allem gestiegene Bewertungsmultiplikatoren in der Branche wider. Die Bank sieht die Aktie als "angemessen bewertet" und hebt die Baumaschinensparte als potenziell unterbewertetes "Hidden Gem" hervor. Volvo notiert im Vergleich zu US-Wettbewerbern und dem breiteren Kapitalgütersektor mit einem Abschlag. Die bereits vollzogene Abstoßung von SDLG verbessert zudem die Margenstruktur dieser Division und könnte ihre Attraktivität für eine mögliche Ausgliederung erhöhen.

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