Die Aktien des Wolfsburger Automobilkonzerns Volkswagen verzeichneten am Montag einen bemerkenswerten Anstieg von 4,4 Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit Juni dieses Jahres. Dieser deutliche Kurssprung erfolgte im Kontext einer insgesamt positiven Entwicklung in der europäischen Automobilbranche, nachdem die Präsidentin der Europäischen Kommission Erleichterungen bei den CO2-Normen in Aussicht gestellt hatte. Die Kommissionspräsidentin kündigte an, noch im März eine gezielte Änderung der bestehenden Regelungen vorzuschlagen. Der wesentliche Punkt dieser Anpassung: Anstatt die strengen Flottengrenzwerte jährlich einhalten zu müssen, sollen die Unternehmen künftig einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung haben, um die Vorgaben zu erfüllen. Diese Nachricht beflügelte nicht nur die Volkswagen-Papiere, sondern verhalf auch anderen deutschen Automobilwerten zu deutlichen Kursgewinnen. So legten die Aktien von Mercedes-Benz um 2,8 Prozent zu, BMW konnte einen Zuwachs von 2,7 Prozent verbuchen und die Titel der Porsche AG stiegen um knapp drei Prozent.

Hintergrund der drohenden Strafzahlungen

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Der Grund für die positive Marktreaktion liegt in der Problematik der sogenannten Flottengrenzwerte, die sich ab 2025 verschärfen sollten. Diese gesetzlichen Vorgaben basieren auf dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß der produzierten Fahrzeuge eines Herstellers. Bei Überschreitung dieser Grenzwerte drohen den Autokonzernen empfindliche Strafzahlungen. Da sich insbesondere der Absatz von Elektrofahrzeugen nicht wie ursprünglich prognostiziert entwickelt hat, standen viele Hersteller vor der Herausforderung, die strengeren Limits möglicherweise nicht einhalten zu können. Die nun in Aussicht gestellte zeitliche Flexibilisierung verschafft der ohnehin unter Druck stehenden Branche wertvolle Zeit für die Anpassung ihrer Produktionsstrategien. Die detaillierten Ergebnisse des Dialogforums zwischen der Kommissionspräsidentin und Vertretern der Automobilbranche sollen am kommenden Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Für den Volkswagen-Konzern, der massiv in die Elektromobilität investiert, bedeutet diese Entwicklung eine willkommene Atempause im herausfordernden Transformationsprozess.

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