Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern kennt an der Börse aktuell fast nur eine Richtung: steil bergauf. Doch ausgerechnet jetzt, wo die Aktie an wichtigen charttechnischen Marken kratzt, sorgen gleich zwei Nachrichten für massiven Gesprächsstoff. Treibt der Mix aus einem politisch brisanten Großauftrag und einem überraschenden Analysten-Lob den Kurs nun endgültig auf neue Rekorde oder ist die Luft langsam raus?

Analysten-Hammer: Kursziel massiv erhöht

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein strategisch wichtiger Deal mit der Ukrainischen Eisenbahn. Voestalpine hat die Lieferung von 10.000 Tonnen Schienen ab Mai 2026 fixiert. Was auf den ersten Blick nach Routine klingt, ist ein cleverer Schachzug: Das Geschäft ist durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) gedeckt. Damit ist das Ausfallrisiko faktisch eliminiert, während das Walzwerk in Donawitz wertvolle Grundauslastung sichert.

Parallel dazu liefert die Wiener Privatbank neuen Treibstoff für die Bullen. Analyst Nicolas Kneip hob das Kursziel drastisch von 28,20 Euro auf 36,50 Euro an – ein Sprung von fast 30 Prozent.

Hintergrund dieser Euphorie sind handfeste Zahlen:
* Cash-Flow-Explosion: Die Prognose für den Free Cash Flow wurde auf rund 350 Millionen Euro angehoben.
* Strategischer Wandel: Der Konzern löst sich erfolgreich vom reinen zyklischen Stahlgeschäft hin zu spezialisierten Bahnsystemen.
* Referenzprojekte: Großaufträge wie die 290 Kilometer Schienen für die Koralmbahn dienen als Visitenkarte für globale Ausschreibungen.
* Performance-Monster: Seit Jahresanfang (YTD) legte das Papier bereits um 102,86 % zu.

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Entscheidung am Allzeithoch?

Trotz der massiven Anhebung des Kursziels mahnt die Bewertung zur Vorsicht. Mit einem Schlusskurs von 36,90 Euro am Freitag notiert die Aktie bereits leicht über dem neuen Ziel der Wiener Privatbank. Der Markt hat viele der positiven Entwicklungen also bereits vorweggenommen.

Allerdings gibt es auch optimistischere Stimmen: Die Großbank UBS sieht Potenzial bis zu 43 Euro. Technisch wird die Luft indes knisternd spannend. Das Papier notiert nur noch 1,39 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,42 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte weiteres Momentum freisetzen.

Fundamental ist das Fundament durch abgesicherte Aufträge und sprudelnde Kassen gelegt. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Anleger bereit sind, die Bewertung noch weiter nach oben zu schrauben, oder ob Gewinnmitnahmen die Rally vorerst bremsen.

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