Voestalpine Aktie: CBAM-Wende!
Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat in zwölf Monaten mehr als 100 Prozent zugelegt. Der Grund: Mit dem EU-Grenzausgleichsmechanismus CBAM verschiebt sich seit 1. Januar 2026 das Wettbewerbsumfeld fundamental zugunsten europäischer Stahlproduzenten. Chinesische und türkische Konkurrenten verlieren ihren jahrelangen Kostenvorteil – und die Analysten drehen reihenweise bullish.
CBAM macht den Unterschied
Der Carbon Border Adjustment Mechanism zwingt Stahlimporteure seit Jahresbeginn zum Kauf von CO₂-Zertifikaten auf europäischem Preisniveau. Die Konsequenzen:
- Zusatzkosten von €40 bis €70 pro Tonne Stahl für Importeure
- Halbierung der EU-Importquoten auf 18,3 Millionen Tonnen ab Juli 2026
- Zölle auf Übermengen steigen von 25% auf 50%
Europäische Produzenten können erstmals seit Jahren mit stabileren Preisen und höheren Margen rechnen.
Zahlen überzeugen im zweiten Quartal
Die Halbjahreszahlen 2025/26 stützen das veränderte Marktumfeld:
- Nettogewinn: €199 Millionen (+8,6%)
- EBITDA: €722 Millionen (+0,6%)
- Free Cash Flow: €296 Millionen
- Gearing Ratio: 19,5% – niedrigster Verschuldungsgrad seit 2006/07
Besonders das zweite Quartal überraschte mit einem EBITDA von €361 Millionen, 7-8% über den Markterwartungen. Das Management hob daraufhin die Free-Cash-Flow-Prognose für das Gesamtjahr von €300 Millionen auf €350 Millionen an.
Analysten sehen deutliches Potenzial
JPMorgan führt die Upgrade-Welle mit einem "Overweight"-Rating und einem Kursziel von €40,60 an. Die Investmentbank erwartet ein EBITDA-Wachstum von 15 Prozent für 2026 und 35 Prozent für 2027. UBS stufte auf "Buy" hoch und setzt den Fair Value bei €43 – die EBITDA-Schätzungen für die Stahldivision wurden um bis zu 72 Prozent angehoben. Morgan Stanley und Deutsche Bank bestätigen ihre positiven Einschätzungen mit Kurszielen um €40.
Railway Systems liefert verlässlich
Während das Stahlgeschäft zyklischen Schwankungen unterliegt, bietet die Bahnsparte Stabilität. Im ersten Halbjahr erzielte Railway Systems einen Umsatz von €1,15 Milliarden bei einer EBITDA-Marge von 10,6 Prozent. Die Eröffnung des Koralmtunnels im Dezember 2025 – ausgestattet mit Premium-Schienen, Weichen und Signaltechnik von Voestalpine – unterstreicht die Marktstellung als Weltmarktführer.
Restrukturierung läuft parallel
Trotz des günstigen Umfelds setzt der Konzern Kostensenkungen um. Rund 340 Stellen fallen weg, an den Standorten Kindberg und Mürzzuschlag wird der Schichtbetrieb reduziert. Die Gesamtbelegschaft sank um 4,1 Prozent auf 49.600 Mitarbeiter. Die Maßnahmen reagieren auf US-Zölle und den schwachen Ölpreis, der das Rohrgeschäft belastet. Das Management bestätigt die EBITDA-Guidance von €1,40 bis €1,55 Milliarden für das Geschäftsjahr 2025/26. Am 11. Februar folgt der Quartalsbericht – dann zeigt sich, ob die von Analysten erwartete Margenverbesserung tatsächlich eintritt.
Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








