Mehrere Großbanken haben ihre Einschätzung zur Voestalpine Aktie in kurzer Folge nach oben angepasst. Trotz eines leichten Kursrückgangs zum Wochenschluss rückt damit wieder das mittel- bis langfristige Ertragspotenzial in den Vordergrund. Im Fokus stehen vor allem höhere Kursziele, ein robuster Cashflow und ein Rekordauftrag im Lagertechnik-Geschäft.

Deutliche Kurszielanhebungen

Die Deutsche Bank hat gestern ihre Kaufempfehlung („Buy“) bestätigt und das Kursziel von 44 auf 48 Euro erhöht. Auf Basis des Wiener Schlusskurses von 40,32 Euro ergibt sich daraus ein Aufwärtsspielraum von knapp 20 Prozent.

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Begründet wird die Anhebung mit einer soliden Bilanzstruktur und starkem Cashflow. Nach Einschätzung der Analysten schlägt sich der Konzern operativ besser als viele Wettbewerber, obwohl die Branche mit Dekarbonisierungsvorgaben und geopolitischen Risiken konfrontiert ist.

Bereits am 19. Januar hatte Barclays das Kursziel deutlich von 35 auf 44 Euro angehoben und das Rating „Overweight“ bestätigt. Die Briten rechnen mit steigenden Margen, obwohl die Rohstoffkosten hoch bleiben.

Zentrale Daten im Überblick:

  • Schlusskurs Wien: 40,32 Euro (Freitag)
  • Kursziel Deutsche Bank: 48,00 Euro
  • Kursziel Barclays: 44,00 Euro
  • Nächster Termin: Quartalszahlen am 11. Februar 2026

US-ADRs mit hohem Handelsvolumen

Auch im US-Handel gab es gestern ein auffälliges Signal. Die in den USA gehandelten ADRs (Ticker: VLPNY) verzeichneten zeitweise ein mehr als dreifach erhöhtes Handelsvolumen gegenüber dem Durchschnitt. Der Kurs der Hinterlegungsscheine kam zwar im Umfeld eines schwächeren Gesamtmarkts etwas zurück, doch das deutlich höhere Volumen deutet auf wachsendes Interesse insbesondere institutioneller US-Investoren hin.

Operative Impulse durch Rekordauftrag

Die positive Analystenstimmung stützt sich nicht nur auf Bilanzkennzahlen, sondern auch auf neue Aufträge. Bereits am 15. Januar meldete Voestalpine den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte im Bereich Lagertechnik.

Für einen türkischen Logistikdienstleister entsteht in Istanbul ein vollautomatisches Hochregallager mit einem Projektvolumen von rund 41 Millionen Euro und einer Stahlkonstruktion von knapp 40 Metern Höhe. Der Auftrag unterstreicht die stärkere Ausrichtung auf spezialisierte Anwendungen jenseits des klassischen Stahlgeschäfts; die Fertigstellung ist für April 2027 geplant.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Die Aktie profitiert derzeit von einer Serie aufeinanderfolgender Kurszielanhebungen durch Deutsche Bank und Barclays, unterstützt von einem Rekordauftrag im margenstarken Nischensegment. Kurzfristig können schwankende Rohstoffpreise den Kursverlauf beeinflussen, entscheidend für die nächste Weichenstellung dürften jedoch die Quartalszahlen am 11. Februar werden: Dann muss das Unternehmen zeigen, ob die erwartete stabile operative Entwicklung die optimistischen Analystenprognosen rechtfertigt.

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