Technische Meilensteine treffen auf eine bedrohliche Finanzlücke: Vertical Aerospace hat zwar seine automatisierte Batterieproduktion gestartet, warnt aber gleichzeitig vor dem drohenden Aus. Die liquiden Mittel schrumpfen rapide, während die Kosten für die Zertifizierung des Flugtaxis „Valo“ massiv steigen.

Liquidität schmilzt dahin

Der aktuelle Geschäftsbericht offenbart die prekäre Lage des britischen Flugtaxi-Pioniers. Zum Jahresende 2025 verfügte das Unternehmen noch über 93 Millionen USD – bis zum heutigen Mittwoch sind diese Reserven bereits auf rund 58 Millionen USD zusammengeschmolzen. Dem steht ein prognostizierter Kapitalbedarf von bis zu 200 Millionen USD für die kommenden zwölf Monate gegenüber.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC räumte das Management daher „erhebliche Zweifel“ an der Fortführung der Geschäftstätigkeit ein. Ohne frisches Kapital durch Investoren oder Partner ist der Betrieb über das Jahr 2026 hinaus nicht gesichert. Die Börse reagierte prompt: Die Aktie verlor heute über 8 Prozent und markierte bei 2,64 USD ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf fast 55 Prozent.

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Batterien als strategischer Anker

Um den finanziellen Druck zu mildern, setzt das Unternehmen verstärkt auf seine Batterie-Sparte. Im Vertical Energy Centre (VEC) ist die Pilot-Produktionslinie für das Modell „Valo“ nun voll einsatzfähig. Das Ziel ist ein „Battery-as-a-Service“-Modell, das durch wiederkehrende Dienstleistungen Bruttomargen von etwa 40 Prozent erzielen soll.

Bis 2035 plant das Management die jährliche Auslieferung von 45.000 Batterie-Subpacks. Eine geplante Verdreifachung der Produktionskapazitäten durch ein zweites Werk Ende 2026 unterstreicht diese Ambitionen. Indessen schreitet das Flugtestprogramm voran. Laut Unternehmensangaben sind bereits über 90 Prozent der kritischen Transition-Tests absolviert, die den Übergang vom vertikalen Schwebeflug zum horizontalen Vorwärtsflug bestätigen sollen.

Kommerzielle Basis und Ausblick

Trotz der finanziellen Schieflage verweist Vertical Aerospace auf eine solide Auftragsbank. Die wichtigsten Eckpunkte der aktuellen Marktpositionierung:

  • 1.500 bedingte Vorbestellungen von Kunden auf vier Kontinenten.
  • Neue Partnerschaften mit JetSetGo (Indien) und Heli Air Monaco.
  • Geplante Jahresproduktion von über 25 Flugzeugen am Standort Cotswold Airport.

Anleger blicken nun gespannt auf den Sommer 2026, wenn das „Critical Design Review“ die Serienkonstruktion finalisieren soll. Ob das Unternehmen diesen Meilenstein erreicht, hängt primär von der Fähigkeit ab, zeitnah neue Finanzierungsquellen zu erschließen. Die angestrebte Musterzulassung durch die Behörden CAA und EASA bleibt für das Jahr 2028 terminiert.

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