Europäische Anleger schichten um — und globale ETFs profitieren. Im Februar zogen weltweit ausgerichtete Fonds Rekordzuflüsse an, während rein US-fokussierte Produkte unter Abflüssen litten. Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF steht dabei im Mittelpunkt eines strukturellen Widerspruchs: Wer globale Streuung sucht, bekommt sie — aber mit einem Index, der zu fast zwei Dritteln aus US-Aktien besteht.

Rekordflüsse in globale Strategien

Der europäische ETF-Markt zog im Februar insgesamt 54 Milliarden US-Dollar an Nettomitteln an. Aktien-ETFs machten dabei 85 Prozent der Zuflüsse aus. Besonders gefragt: Schwellenländer und globale Strategien. Emerging-Market-Aktien verzeichneten mit rund 9 Milliarden Dollar den stärksten Zuflussmonat aller Zeiten — getrieben von verbesserten Fundamentaldaten und dem Trend zur Dedollarisierung.

Globale ETFs setzten diesen Trend in der Woche vom 9. bis 13. März fort und verzeichneten mit 2,5 Milliarden Euro den größten geografischen Zufluss unter allen Regionen. Vanguards UCITS-Produktpalette profitierte direkt: Im Februar flossen netto 2,1 Milliarden Dollar zu, davon 2,4 Milliarden allein in Aktien-ETFs.

Das Konzentrationsproblem

Trotz globalem Anspruch hat der zugrundeliegende FTSE All-World Index ein Gewichtungsproblem. Die USA stehen heute für knapp zwei Drittel des Index — 1987 waren es noch 37 Prozent, damals vergleichbar mit dem japanischen Anteil. Heute ist der US-Markt mehr als zehnmal so stark gewichtet wie Japan, und keiner der übrigen 46 Aktienmärkte im Index kommt über 5 Prozent.

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Die Folge: Die effektive Diversifikation des Benchmarks ist stark gesunken. Der von FTSE Russell berechnete Diversification Factor fiel von rund 500 zu Beginn der letzten Dekade auf heute etwas über 100 — ein Zeichen dafür, dass immer weniger Titel die Indexentwicklung bestimmen. Technologiewerte stellen mit rund 30 Prozent Gewicht den größten Sektor.

Zuflüsse trotz struktureller Debatte

Der ETF selbst gehört mit rund 31 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zum größten Produkt seiner Kategorie und repliziert den Index per Sampling-Methode zu einer Gesamtkostenquote von 0,19 Prozent jährlich. Dividenden werden thesauriert.

Das Marktumfeld begünstigt das Produkt strukturell: In der Woche vom 9. bis 13. März verzeichneten US-fokussierte ETFs Abflüsse von einer Milliarde Euro, während europäische Aktien-ETFs im Februar mit 11,1 Milliarden Dollar den zweithöchsten Zuflussmonat ihrer Geschichte erlebten. Breite Welt-ETFs bieten Anlegern dabei den Vorteil, Nicht-US-Märkte über ein einziges Instrument zugänglich zu machen — ohne vollständig auf US-Exposure zu verzichten.

Die Rotation weg von US-Assets, die 2025 begann, setzt sich 2026 fort. Solange dieser Trend anhält, dürfte der Vanguard FTSE All-World ETF weiterhin zu den Hauptnutznießern zählen — auch wenn die Debatte über die tatsächliche Streuungswirkung des Index an Schärfe gewinnt.

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