UnitedHealth Aktie: Senat schlägt Alarm
Der Gesundheitskonzern UnitedHealth steht im Kreuzfeuer der US-Politik. Ein Untersuchungsbericht des Senats-Justizausschusses wirft dem Unternehmen vor, mit „aggressiven Taktiken" Zahlungen aus dem Medicare-Programm systematisch in die Höhe getrieben zu haben. Die Vorwürfe belasten die Aktie zum Wochenstart – und das trotz optimistischer Analystenstimmen.
Die Vorwürfe im Detail
Der am Sonntag veröffentlichte Bericht des Senats-Justizausschusses beschuldigt UnitedHealth, künstliche Intelligenz und Hausbesuche gezielt eingesetzt zu haben, um Diagnosen zu identifizieren und zu dokumentieren, die höhere Bundeszahlungen für Medicare-Advantage-Mitglieder auslösen. Die zentrale Kritik: Das Unternehmen habe die sogenannte Risikoanpassung – eigentlich ein Instrument zur patientengerechten Vergütung – in eine Geschäftsstrategie zur Zahlungsmaximierung verwandelt.
Die Aktie reagierte bereits am Freitag mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 331 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt weiterhin bei rund 300 Milliarden Dollar, doch die Bewertungsmultiplikatoren sind unter Druck geraten. Anleger fürchten mögliche Strafzahlungen, Rückforderungen oder eine Verschärfung der Regulierung im lukrativen Medicare-Advantage-Geschäft.
Analysten setzen auf Trendwende
Parallel dazu bekräftigte Bernstein-Analyst Lance Wilkes am Freitag seine „Outperform"-Einschätzung mit einem Kursziel von 444 US-Dollar – ein Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent. Wilkes bezeichnet UnitedHealth als seinen „Top Healthcare Pick für 2026" und begründet dies mit einer erwarteten Margenerholung im Medicare- und Medicaid-Geschäft nach den Tiefständen von 2025.
Die Wette auf eine operative Wende steht allerdings im krassen Gegensatz zur regulatorischen Realität. Nach einem schwierigen Jahr 2025 mit steigenden medizinischen Kosten und Margenverlusten – die Aktie verlor über zwölf Monate rund 36 Prozent – soll nun der Ausstieg aus unrentablen Geschäftsbereichen die Kehrtwende bringen. Doch genau diese Erholungshoffnung basiert auf stabilen Erlösen aus der risikobasierten Vergütung, die nun unter Beschuss steht.
Was jetzt entscheidend wird
Zwei Entwicklungen werden die kommenden Wochen prägen. Erstens: die Frage, ob der Senatsbericht zu förmlichen Ermittlungen des Justizministeriums oder zu Gesetzesänderungen bei den Medicare-Advantage-Abrechnungsregeln führt. Zweitens: die anstehende Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal 2025, bei der das Management erstmals Stellung zu den Vorwürfen beziehen kann.
Technisch bewegt sich die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Ein Bruch der Marke von 330 Dollar könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Umgekehrt könnte eine überzeugende Verteidigungsstrategie des Managements den Weg in Richtung des Bernstein-Kursziels ebnen.
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