Die UnitedHealth-Aktie hat ein brutales Jahr hinter sich und notiert weit unter ihren Höchstständen. Doch im Hintergrund tobt ein spannender Kampf um die Deutungshoheit: Während einige Großinvestoren das Handtuch werfen, nutzen andere den Kursverfall aggressiv für massive Zukäufe. Steht der Gesundheitsriese vor einer Trendwende oder geht der Ausverkauf weiter?

Uneinigkeit beim "Smart Money"

Aktuelle Daten der US-Börsenaufsicht SEC offenbaren eine tiefe Spaltung unter den institutionellen Anlegern. Das sogenannte "Smart Money" ist sich uneinig über die Zukunft des Konzerns. Auf der Käuferseite prescht PACK Private Wealth LLC vor: Der Vermögensverwalter stockte seine Anteile im letzten Berichtszeitraum um beachtliche 47,6 % auf. Für diese Investoren scheint das aktuelle Kursniveau eine klare Einstiegschance zu sein.

Dem gegenüber stehen jedoch deutliche Verkäufe. Estabrook Capital Management reduzierte seine Position um 36,1 % und Virtue Capital Management zog sich in früheren Berichten sogar noch drastischer zurück. Auch der New York State Common Retirement Fund agiert vorsichtiger, erhöhte seine Position aber immerhin leicht um 1,4 %. Dieses Tauziehen zwischen großen Adressen sorgt für Nervosität und hohe Volatilität.

Solide Zahlen treffen auf hohe Erwartungen

Fundamental gibt es Argumente für beide Lager. Die jüngsten Quartalszahlen lieferten ein gemischtes Bild, das die Unsicherheit im Markt erklärt. Der Gewinn pro Aktie (EPS) lag mit 2,92 US-Dollar leicht über den Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal kräftig um 12,2 % auf 113,16 Milliarden US-Dollar.

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Das Problem: Trotz des Wachstums verfehlte der Umsatz die Konsensschätzungen der Wall Street knapp. In einem nervösen Marktumfeld reicht oft schon eine kleine Enttäuschung, um Zweifel zu säen. Ein Trostpflaster für geduldige Anleger bleibt die Dividende: Mit einer Quartalsausschüttung von 2,21 US-Dollar winkt aktuell eine Dividendenrendite von rund 2,7 %.

Analysten sehen massives Potenzial

Trotz des Kursrutsches von über 50 % im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch von 581,00 Euro bleiben die Analysten überraschend optimistisch. Der Konsens lautet weiterhin "Moderate Buy". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 397,00 US-Dollar, was vom aktuellen Niveau aus ein Aufwärtspotenzial von rund 20 % impliziert.

Häuser wie KeyCorp haben ihr Kursziel jüngst sogar auf 400,00 US-Dollar angehoben, und Weiss Ratings stufte den Titel von "Sell" auf "Hold" hoch. Die Diskrepanz zwischen der optimistischen Analystenmeinung und der katastrophalen Jahresperformance (-42,11 % seit Jahresanfang) könnte kaum größer sein.

Fazit

Die UnitedHealth-Aktie befindet sich in einer entscheidenden Phase. Der massive Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt zeigt, wie überverkauft der Titel technisch wirkt. Gelingt es den Bullen, unterstützt durch optimistische Analystenkommentare, den Kurs zu stabilisieren, könnte eine kräftige Gegenbewegung anstehen. Setzen sich jedoch die institutionellen Verkäufer durch, droht ein Test weiterer Tiefststände.

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