UnitedHealth Aktie: Gewagtes Manöver
UnitedHealth überrascht am Wochenende mit einer ungewöhnlichen Ankündigung: Der Versicherungsriese will ab 2026 freiwillig Gewinne aus dem staatlichen Krankenversicherungsprogramm Obamacare zurückzahlen. Was nach Großzügigkeit klingt, könnte ein strategischer Schachzug sein – mit deutlichen Folgen für die Konkurrenz.
Freiwilliger Verzicht als Waffe
Die Ankündigung vom 25. Januar ist mehr als eine PR-Aktion. UnitedHealth setzt darauf, dass Regulierer solche Gewinnrückzahlungen künftig branchenweit vorschreiben. Das träfe vor allem Wettbewerber wie Centene und Molina hart, die stark vom Obamacare-Geschäft abhängig sind. UnitedHealth selbst ist in diesem Segment vergleichsweise schwach vertreten – mit niedrigeren Margen. Der freiwillige Verzicht kostet das Unternehmen wenig, könnte die Konkurrenz aber unter Druck setzen.
Zeitlich ist das Timing kein Zufall. Morgen, am 27. Januar, vor Börseneröffnung, legt UnitedHealth die Quartalszahlen vor. Die Wall Street erwartet Umsätze zwischen 113,6 und 113,8 Milliarden Dollar – ein Plus von rund 12,7 Prozent zum Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit etwa 2,10 bis 2,11 Dollar.
Unter Beobachtung
Die Ausgangslage ist angespannt. Die Aktie hat im vergangenen Jahr rund 34 Prozent verloren. Belastend wirken steigende Kosten im Medicare-Programm für Senioren und eine laufende Untersuchung des Justizministeriums zu Abrechnungspraktiken. Zuletzt erholte sich der Kurs im letzten Monat um knapp 8 Prozent.
Analysten bleiben vorsichtig optimistisch. Morgan Stanley senkte das Kursziel am 25. Januar leicht auf 409 Dollar, bestätigte aber die Kaufempfehlung. Bernstein hält an einem Kursziel von 444 Dollar fest. Der Konsens liegt bei 16 Kaufempfehlungen und 3 Halte-Ratings, mit einem durchschnittlichen Kursziel von etwa 399 Dollar.
Optionshändler preisen für die Zahlen eine Kursbewegung von rund 5,5 Prozent ein. Das zeigt: Der Markt rechnet mit Schwankungen. Entscheidend wird sein, ob UnitedHealth die Umsatzerwartungen trifft – in den letzten zwei Jahren verfehlte das Unternehmen die Prognosen fünf Mal. Noch wichtiger: die Aussagen zu den Kostentrends bei der medizinischen Versorgung für 2026. Daran hängt die Rentabilität.
Die Antwort auf beide Fragen gibt es morgen früh. Ein starker Quartalsbericht mit überzeugender Prognose könnte die Marke von 393 Dollar ins Visier nehmen. Enttäuschende Kostendaten würden dagegen die Unterstützung bei 355 Dollar testen.
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