Während die US-Börsen am heutigen Feiertag ruhten, kannte die Aktie von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) in Taipeh kein Halten mehr. Das Papier kletterte auf ein neues Allzeithoch von 1.760 TWD. Auslöser für den Kurssprung sind bestätigte Pläne für eine massive Ausweitung der US-Produktion, die selbst optimistische Erwartungen übertrifft.

Arizona-Hub wächst auf 12 Fabriken

Der geplante "Mega-Hub" in Phoenix wird deutlich größer als bislang angenommen. Nach dem Erwerb weiterer Landflächen bestätigten Berichte heute, dass TSMC den Standort auf bis zu zwölf Fabriken ausbauen will – eine Verdopplung der ursprünglich geplanten Kapazität. Dieser Schritt ist die direkte Antwort auf die strukturelle Unterversorgung, mit der wichtige KI-Kunden konfrontiert sind.

Das Unternehmen drückt dabei aufs Tempo: Die zweite Fabrik in Arizona soll die Massenproduktion bereits in der zweiten Jahreshälfte 2027 aufnehmen und damit früher als im ursprünglichen Zeitplan für 2028 vorgesehen. Mit diesem "Gigafab-Cluster" zementiert TSMC den Standort als wichtigstes Zentrum für fortschrittliche Halbleiterfertigung in der westlichen Hemisphäre.

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Starke Zahlen als Fundament

Finanziert wird diese aggressive Expansion durch ein glänzendes viertes Quartal 2025. Der Nettogewinn sprang im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 505,74 Milliarden NT-Dollar (ca. 16,02 Milliarden US-Dollar).

Die Kennzahlen unterstreichen die Dominanz des Marktführers:
* Umsatz-Rekord: Erstmals wurde die Marke von einer Billion NT-Dollar durchbrochen (1,046 Billionen NT-Dollar), ein Plus von 20,5 Prozent.
* Investitions-Offensive: Die Prognose für die Investitionsausgaben (Capex) 2026 wurde auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar angehoben.
* Hohe Profitabilität: Die Bruttomarge lag bei starken 62,3 Prozent und übertraf damit die eigene Prognose deutlich.

Warnung an Nvidia und Co.

Die Dringlichkeit hinter den Ausbauplänen verdeutlicht eine Warnung, die TSMC kürzlich an Großkunden wie Nvidia und Broadcom ausgesprochen hat. Der Auftragsfertiger signalisierte, dass er die explodierende Nachfrage für 2026 nicht vollständig bedienen kann. Diese Knappheit bei fortschrittlichen 3-Nanometer- und 2-Nanometer-Chips schafft einen Verkäufermarkt, der TSMC enorme Preismacht verleiht und die Kunden dazu zwingt, langfristige Volumenverträge abzuschließen.

Für das laufende erste Quartal 2026 stellt das Management einen Umsatz zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht und trotzt damit der üblichen saisonalen Schwäche. Der heutige Ausbruch in Taipeh liefert eine steile Vorlage für den US-Handel (ADR: TSM), wenn die Wall Street am Dienstag wieder öffnet. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf den Hochlauf der 2-Nanometer-Technologie, die den technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz weiter sichern soll.

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