Travelers Aktie: Teure Katastrophe!
Versicherer Travelers verzeichnet drastischen Gewinnrückgang aufgrund hoher Schäden durch Waldbrände. Trotz überraschend guter bereinigter Zahlen belasten Naturkatastrophen das Ergebnis.
Die Papiere des Versicherungskonzerns Travelers zeigten sich zuletzt unter Druck. Obwohl die Ergebnisse für das erste Quartal die Erwartungen der Analysten übertrafen, gab es einen herben Dämpfer beim Gewinn. Was ist da los?
Unterm Strich meldete das Unternehmen für das erste Quartal einen Gewinn von nur noch 395 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Ergebnis von 1,70 Dollar pro Aktie. Im Vorjahreszeitraum sah das mit 1,123 Milliarden Dollar oder 4,80 Dollar pro Aktie noch deutlich besser aus. Ein dickes Minus also.
Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 443 Millionen Dollar oder 1,91 Dollar je Aktie. Hier hatten Analysten im Schnitt nur mit 0,77 Dollar gerechnet. Immerhin ein kleiner Lichtblick, der aber die Hauptstory nicht überdecken kann. Beim Umsatz gab es einen leichten Anstieg um 5,2 Prozent auf 11,810 Milliarden Dollar.
Waldbrände fressen den Gewinn auf
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Doch was ist der Grund für diesen drastischen Gewinneinbruch? Verantwortlich dafür sind enorme Katastrophenschäden. Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien im Januar schlugen mit über 2 Milliarden Dollar zu Buche – ein Rekordwert für das Unternehmen.
Die Katastrophenverluste nach Rückversicherung beliefen sich im ersten Quartal, das am 31. März endete, auf satte 2,27 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es "nur" 712 Millionen Dollar. Kein Wunder, dass der Gewinn da in die Knie geht. Firmenchef Alan Schnitzer zeigte sich dennoch zufrieden, trotz der Belastungen einen "substanziellen Gewinn" erzielt zu haben.
Schwieriges Pflaster Kalifornien?
Die Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf die Herausforderungen für Versicherer im US-Bundesstaat Kalifornien. Häufige Naturkatastrophen, insbesondere Waldbrände, machen das Geschäft dort extrem teuer. Gleichzeitig klagt die Branche über strenge Regulierungen.
Versicherer müssen Preiserhöhungen für viele Policen vom Regulator absegnen lassen. Das begrenzt die Flexibilität, die Preise an das tatsächliche Risiko anzupassen. Einige Stimmen bezeichnen den Markt dort bereits als kaum noch versicherbar. Schnitzer selbst kritisierte kürzlich, dass regulatorische Vorgaben, die Preise vom Risiko abkoppeln, Versicherer aus dem Markt drängen und den Wettbewerb reduzieren.
Als wäre das nicht genug, droht weiteres Ungemach durch Zölle. Diese könnten Baumaterialien und Autoteile verteuern, was die Reparaturkosten für Versicherer weiter in die Höhe treiben würde. Seit der Ankündigung neuer Zölle Anfang April gaben die Aktien bereits spürbar nach. Das könnte also noch spannend werden.
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