Tilray Aktie: Starke Zahlen
Tilray legt für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 Rekordumsätze vor und übertrifft die Erwartungen der Analysten. Die Aktie reagiert nachbörslich deutlich positiv. Im Fokus stehen vor allem das profitable Wachstum im Pharmabereich und die Verbesserung der Bilanzstruktur. Reicht das, um der stark schwankenden Aktie neuen Rückenwind zu geben?
Umsatzrekord und Kursreaktion
Tilray erzielte im zweiten Quartal einen Nettoumsatz von 218 Mio. US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 3 % im Jahresvergleich und liegt über der Konsensschätzung von 211,15 Mio. US-Dollar.
Die Zahlen sorgten sofort für Bewegung im Kurs:
- Während des regulären Handels legte die Aktie um 1,56 % auf 9,13 US-Dollar zu.
- Nachbörslich sprang der Kurs um rund 7 % auf etwa 9,80 US-Dollar.
Der Markt würdigt damit vor allem operative Fortschritte und die sichtbare Verbesserung des Finanzprofils.
Die wichtigsten Kennzahlen
Die Ergebnisse zeigen in mehreren Bereichen eine positive Entwicklung:
- Umsatz gesamt: 218 Mio. US-Dollar (Rekord, +3 % gegenüber Vorjahr)
- Internationales medizinisches Cannabis: Umsatzplus von 36 %
- Kanadischer Freizeitmarkt: Umsatzplus von 6 %
- Operativer Cashflow: –8,5 Mio. US-Dollar (Vorjahr: –40,7 Mio. US-Dollar)
- Netto-Cash-Position: 27,4 Mio. US-Dollar
- Liquide Mittel inkl. Wertpapiere: 292 Mio. US-Dollar
Vor allem der deutlich verbesserte operative Cashflow und der Übergang in eine Netto-Cash-Position markieren einen spürbaren Fortschritt gegenüber früheren Quartalen mit Nettoverschuldung.
Tilray Pharma und internationale Märkte
Einen besonderen Beitrag leistete die Sparte Tilray Pharma. Sie erzielte ein Rekordquartal und profitierte stark vom internationalen Geschäft mit medizinischem Cannabis.
Der Umsatz in diesem Segment stieg um 36 % im Jahresvergleich. Das unterstreicht die wachsende Präsenz in regulierten medizinischen Märkten außerhalb Kanadas und stärkt die Rolle des Pharmabereichs als Wachstumstreiber im Konzern.
Bilanz und US-Perspektive
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Die Bilanzstruktur hat sich im Quartal deutlich verbessert. Tilray weist nun eine Netto-Cash-Position von 27,4 Mio. US-Dollar aus – ein klarer Unterschied zu früheren Perioden mit Nettofinanzschulden. Die liquiden Mittel und marktgängigen Wertpapiere summieren sich auf 292 Mio. US-Dollar.
Nach Darstellung des Managements verschafft diese Ausstattung finanzielle Flexibilität, um auf Marktchancen zu reagieren. Als potenzieller Treiber wird insbesondere die Diskussion um eine Neueinstufung von Cannabis auf Bundesebene in den USA genannt. Eine solche Änderung könnte zusätzliche Möglichkeiten für eine medizinische Expansion in den US-Markt eröffnen, wofür das Unternehmen auf bereits aufgebaute Infrastruktur und Compliance-Erfahrung in streng regulierten Märkten verweist.
Diversifikation mit Getränken und Wellness
Parallel zum Kerngeschäft setzt Tilray seine Diversifikationsstrategie fort. Im Fokus stehen dabei Getränke- und Wellnessprodukte.
Aktuell bewirbt das Unternehmen eine „Dry January“-Kollektion, die alkoholfreie Spirituosen, nicht-alkoholische Biere und Hanf-THC-Getränke umfasst. Ziel ist es, vom Trend zu bewussterem Konsum und alkoholfreien Alternativen zu profitieren.
Bewertung und Analysteneinschätzungen
Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 1,06 Mrd. US-Dollar. In den vergangenen zwölf Monaten schwankte die Aktie in einer breiten Spanne zwischen 3,50 und 23,20 US-Dollar – ein Hinweis auf die hohe Volatilität im Cannabissektor.
Die Analystenerwartungen im Überblick:
- Durchschnittliches Kursziel: 16,17 US-Dollar
- Spanne der Kursziele: 8,50 bis 25,00 US-Dollar
- Ratings: 36,4 % „Buy“, 63,6 % „Hold“, 0 % „Sell“
Insgesamt dominiert damit eine eher vorsichtige Haltung, auch wenn ein Teil der Analysten weiteres Kurspotenzial sieht.
Zum Abschluss bestätigte Tilray seine Prognose für das bereinigte EBITDA des Gesamtjahres. Das Management signalisiert damit, dass es die operative Entwicklung des bisherigen Geschäftsjahres auch in der zweiten Hälfte des Fiskaljahres 2026 fortsetzen will.
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