Tilray Aktie: Spannung vor Zahlen
Der Cannabis-Konzern Tilray Brands setzt kurz vor den Quartalszahlen auf eine Produkt-Offensive für den „Dry January“. Doch an der Börse dominiert Vorsicht: Anleger schickten den Kurs am Dienstag ins Minus. Während das Management das Portfolio erweitert, stellt sich die Frage: Kann die Strategie überzeugen oder droht mit dem anstehenden Geschäftsbericht neue Ernüchterung?
Offensive im Getränkemarkt
Pünktlich zum Jahresstart erweitert Tilray sein Angebot massiv, um vom Trend zum „Dry January“ zu profitieren. Das Portfolio umfasst nun hanfbasierte THC-Getränke wie „Happy Flower“, alkoholfreie Spirituosen-Alternativen der Linie „Mock One“ sowie neues alkoholfreies Craft Beer.
Obwohl dieses Segment im Vorjahr um über 20 Prozent wuchs, reagierte die Aktie gestern negativ. Der Kurs gab um 2,4 Prozent auf 9,26 Dollar nach. Marktbeobachter werten dies als Risikobegrenzung institutioneller Anleger vor dem Quartalsbericht, begleitet von erhöhtem Handelsvolumen.
Die Erwartungen für Donnerstag
Der entscheidende Impuls steht am morgigen Donnerstag, den 8. Januar 2026, mit den Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal an. Der Konsens der Analysten zeichnet ein gemischtes Bild:
- Umsatz: Erwartet werden rund 209,7 Millionen Dollar, was einem leichten Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
- Ergebnis: Beim Verlust pro Aktie wird eine Verbesserung auf minus 0,14 Dollar prognostiziert, nachdem die Verluste im Vorjahreszeitraum noch höher ausgefallen waren.
Im Fokus stehen dabei besonders die Bruttomargen im Cannabis-Segment sowie das Wachstum der Getränkesparte, die vom Management wiederholt als zentraler Diversifizierungs-Treiber hervorgehoben wurde.
Politischer Rückenwind trifft auf Realität
Das Handelsumfeld bleibt volatil, geprägt durch die politischen Entwicklungen Ende 2025. Nachdem US-Präsident Donald Trump im Dezember eine Executive Order zur Beschleunigung der Neueinstufung von Marihuana (Schedule III) unterzeichnete, keimte die Fantasie einer US-Expansion wieder auf. Dies betrifft vor allem die Sparte Tilray Medical USA. Doch die Diskrepanz zwischen politischen Schlagzeilen und dem tatsächlichen Cashflow sorgt weiterhin für starke Kursschwankungen zwischen 6,85 und 23,16 Dollar in den letzten Monaten.
Bis zur Veröffentlichung der Zahlen dürften die Marken bei 9,00 und 8,80 Dollar als wichtige technische Unterstützungszonen fungieren. Sollte Tilray die Verlusterwartungen verfehlen oder einen schwachen Ausblick liefern, droht ein Test der Dezember-Tiefs. Positive Überraschungen bei den Getränkemargen oder konkrete Updates zur US-Strategie könnten hingegen eine schnelle Gegenbewegung einleiten.
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