TeamViewer Aktie: Goldman zieht sich zurück
Die TeamViewer-Aktie kommt nicht zur Ruhe. Während einige Anleger angesichts der optisch günstigen Bewertung auf eine Bodenbildung hoffen, zieht ein institutionelles Schwergewicht die Reißleine. Eine am Freitagabend veröffentlichte Meldung drückt auf die Stimmung und wirft Fragen zur strategischen Ausrichtung der Großinvestoren auf.
- Großinvestor verkauft: Goldman Sachs reduziert Anteil unter die wichtige 5-Prozent-Marke.
- Charttechnik kritisch: Der Kurs notiert in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief.
- Hoffnungsschimmer: Die Bewertung ist historisch niedrig, Analysten sehen Potenzial.
US-Bank reduziert Engagement
Der Start ins Wochenende brachte für TeamViewer-Aktionäre keine Entspannung. Verantwortlich dafür war eine Stimmrechtsmitteilung der US-Investmentbank Goldman Sachs. Das Institut hat seine Beteiligung an dem Göppinger Softwarekonzern signifikant von zuvor 5,11 Prozent auf nun 4,31 Prozent verringert.
Der Abbau der Position erfolgte bereits am 13. Januar 2026. Ein genauerer Blick auf die Struktur der Beteiligung offenbart, dass Goldman Sachs kaum noch direkt investiert ist. Der Anteil direkter Stimmrechte liegt bei lediglich 0,66 Prozent, während der Großteil der Position (3,65 Prozent) über Finanzinstrumente wie Swaps abgebildet wird. Marktbeobachter werten das Unterschreiten der Meldeschwelle oft als Signal für ein reduziertes strategisches Interesse.
Gefährliche Nähe zum Tiefpunkt
Die Reaktion an den Märkten spiegelt die anhaltende Skepsis wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 5,82 Euro (-0,43 %). Damit setzt sich der negative Trend der letzten Monate fort. Auf Jahressicht (12 Monate) steht ein Minus von fast 45 Prozent zu Buche.
Besonders brisant ist die charttechnische Lage. Mit dem aktuellen Kursniveau nähert sich der Titel bedrohlich seinem 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro. Der Abstand zu dieser kritischen Unterstützung ist auf gut 7 Prozent geschmolzen. Ein Bruch dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Dass der Titel mit einem RSI von 27,6 mittlerweile als überverkauft gilt, hat bisher noch keine spürbare Gegenbewegung eingeleitet.
Bewertung lockt, Trend schreckt ab
Fundamental betrachtet ergibt sich ein widersprüchliches Bild. Einerseits wirkt die Aktie mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 6 für das Jahr 2025 extrem günstig. Auch Barclays bestätigte erst kürzlich das Rating "Overweight" mit einem Kursziel von 8,50 Euro. Zudem soll das Unternehmen seine im Herbst gesenkten Umsatzziele knapp erreicht haben.
Andererseits wiegt der Rückzug institutioneller Investoren schwer. Der Markt ignoriert die niedrige Bewertung weitgehend und fokussiert sich auf die fehlende Wachstumsfantasie. Der massive Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt (-30,78 %) verdeutlicht, wie fest die Bären das Ruder in der Hand halten.
Für Anleger wird der 10. Februar 2026 zum entscheidenden Datum. An diesem Tag legt TeamViewer den detaillierten Geschäftsbericht für 2025 vor. Sollte die Aktie bis dahin die Unterstützung bei 5,42 Euro halten, könnten positive Überraschungen im Ausblick eine technische Erholung einleiten. Fällt diese Marke jedoch, droht eine weitere Beschleunigung der Talfahrt.
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