Starrag Aktie: Luxus-Krise bremst
Die Fusion der StarragTornos Gruppe sollte Kräfte bündeln, doch bisher dominiert die Ernüchterung das Bild. Während zukunftsträchtige Sparten wie Aerospace und Energie kräftig zulegen, reißt die Schwäche im Luxussektor tiefe Löcher in die Bilanz. Können die Wachstumstreiber den Abwärtstrend der Gruppe rechtzeitig stoppen?
Zweistelliger Rückgang belastet
Die Zahlen für das erste volle Geschäftsjahr nach dem Zusammenschluss (2024) verdeutlichen die schwierige Lage im Hochpräzisionsmaschinenbau. Der Nettoumsatz sank um 12,5 % auf 494,1 Millionen CHF. Besonders deutlich wird der Druck beim operativen Ergebnis: Die EBIT-Marge brach von 8,2 % auf lediglich 3,1 % ein. Der Nettogewinn kollabierte in der Folge um über 60 % auf 11,85 Millionen CHF.
Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch in der langfristigen Kursentwicklung wider. Mit aktuell 32,90 CHF notiert der Titel rund 16 % unter seinem 52-Wochen-Hoch vom März 2025. Ein kleiner Lichtblick zeigt sich jedoch im kurzfristigen Zeitfenster, in dem die Aktie innerhalb der letzten 30 Tage um rund 7,5 % zulegen konnte.
Energie und Aerospace als Hoffnungsträger
Verantwortlich für den herben Ertragseinbruch war nahezu ausschließlich das Segment Luxusgüter. Marktbeobachter rechnen hier erst Ende 2026 oder Anfang 2027 mit einer spürbaren Erholung. Demgegenüber steht eine positive Dynamik in anderen Geschäftsbereichen. Im Segment Energie konnten die Auftragseingänge im Jahr 2024 mit einem Zuwachs von fast 97 % nahezu verdoppelt werden.
Auch die Bereiche Aerospace und Transport verzeichneten zweistellige Wachstumsraten bei den Aufträgen. Ein stabiler Anker bleibt zudem das Servicegeschäft, das mit 134,5 Millionen CHF rund 27 % des Konzernumsatzes beisteuert und sich gegenüber den schwankenden Maschinenverkäufen als deutlich krisenresistenter erweist.
Restrukturierung drückt Ergebnis gegen Null
Die vorläufigen Daten für das Geschäftsjahr 2025 deuten auf eine Fortsetzung der Durststrecke hin. Der Umsatz dürfte um weitere 10,5 % auf rund 442 Millionen CHF schrumpfen. Nachdem im ersten Halbjahr 2025 bereits ein Nettoverlust von 9,1 Millionen CHF anfiel, belasten nun anstehende Restrukturierungskosten das Gesamtergebnis. Es wird erwartet, dass der Nettogewinn für das Gesamtjahr 2025 nahe der Nullgrenze liegen wird.
Klarheit über das genaue Ausmaß der Krise und den Stand der Restrukturierung wird der 16. März 2026 bringen. An diesem Tag veröffentlicht das Unternehmen den vollständigen Jahresbericht und lädt zur Analystenkonferenz nach Zürich. Die darauffolgende Generalversammlung am 17. April dürfte zeigen, wie die Aktionäre auf den Kurs des Managements im laufenden Turnaround-Prozess reagieren.
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