SoundHound hat sich zuletzt verstärkt dem Enterprise-Geschäft zugewandt, doch Insiderverkäufe und die noch ferne Profitabilität belasten den Kurs. Die Aktie fiel am Freitag um 5,2 % auf 10,33 USD und fiel damit unter wichtige technische Marken. Kann die neue Partnerschaft das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen?

Wesentliche Fakten
- Schlusskurs Freitag: 10,33 USD (-5,2 %).
- Partnerschaft mit Bridgepointe Technologies angekündigt; Zugang zu über 12.000 Unternehmenskunden.
- CTO verkaufte 29.676 Aktien zu 12,00 USD; Transaktion erfolgte über einen Rule-10b5-1-Plan.
- Insiderverkäufe zuletzt: 462.265 Aktien (~5,22 Mio. USD) in drei Monaten.
- Q3/2025: Umsatz +68 % auf 42,05 Mio. USD; Nettoverlust 109 Mio. USD; bereinigtes EBITDA-Verlust ~14,5 Mio. USD.
- Barmittel: 269 Mio. USD; keine Schulden.
- Bewertung: ~28-faches Forward-Sales-Verhältnis.
- Nächstes Ereignis: Quartalszahlen erwartet am 26. Februar 2026.

Partnerschaft vs. Insiderverkäufe

Ende letzter Woche bestätigte SoundHound eine strategische Kooperation mit Bridgepointe. Geplant ist der Rollout der Plattformen „Amelia 7“ und „Autonomics“ bei Bridgepointes Kunden, darunter große Ketten und Konzerne. Das bietet eine klare Chance zur Umsatzdiversifikation, die unmittelbare Marktreaktion blieb jedoch gedämpft.

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Zusätzlichen Druck erzeugte eine aktuelle Form‑4‑Meldung: Der CTO Timothy Stonehocker hat Anfang Januar Aktien verkauft. Die Transaktion wurde über einen im Dezember 2024 eingerichteten Rule‑10b5‑1‑Plan abgewickelt; nach dem Verkauf hält er weiterhin 544.179 Aktien. Parallel verzeichneten Insider in den letzten drei Monaten erhebliche Verkäufe im Gesamtwert von rund 5,22 Mio. USD.

Zahlenlage und Bewertung

Operativ zeigt das Unternehmen Wachstum: Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 68 % auf 42,05 Mio. USD und übertraf damit die Schätzungen. Unter dem Strich bleibt die Bilanz jedoch belastet: ein Nettoverlust von 109 Mio. USD und ein bereinigtes EBITDA‑Defizit von etwa 14,5 Mio. USD. Die liquiden Mittel von 269 Mio. USD geben kurzfristig Spielraum, der hohe Cash‑Burn bleibt aber ein Risikofaktor.

Bewertungstechnisch notiert die Aktie mit rund dem 28‑fachen Forward‑Sales‑Verhältnis deutlich über dem Branchendurchschnitt. Management erwartet, das bereinigte EBITDA in Richtung „nahe Break‑Even“ im Laufe von 2026 zu führen. Die Börse rechnet offenbar mit einem längeren, „higher‑for‑longer“ Zeitpfad zur Profitabilität, was die Prämie neu bewertet und zu erhöhter Volatilität beiträgt. Technisch notiert die Aktie inzwischen unter dem 50‑Tage‑EMA.

Ausblick

Klarer Fokus für Investoren ist der nächste Bericht am 26. Februar 2026. Entscheidend wird sein, ob die Bridgepointe‑Partnerschaft und die Akquisition von Interactions Corporation bereits zu spürbaren Margenverbesserungen führen. Maßgeblich ist die Beschleunigung des Umsatzwachstums gegenüber dem bisherigen Quartalsumsatz von rund 42 Mio. USD sowie Fortschritte bei der Reduktion des Nettoverlusts von 109 Mio. USD. Solange die Lücke zwischen Wachstum und Verlusten groß bleibt, dürfte die Aktie volatil bleiben und das Unterstützungsband um 10–11 USD testen.

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