Sonova trennt sich von der Consumer-Sparte rund um die Marke Sennheiser und setzt künftig alles auf das medizinische Kerngeschäft. Während das Management ambitionierte Milliarden-Ziele bis 2031 formuliert, reagiert die Börse am Montag mit deutlicher Skepsis auf die kurzfristigen Aussichten.

Fokus auf medizinische Hörlösungen

Der Schweizer Konzern zieht die Reißleine: Die erst 2021 erworbene Consumer-Hearing-Sparte steht zum Verkauf. Das Segment, das zuletzt rund 6 % zum Gruppenumsatz beitrug, wird als nicht mehr zum Kerngeschäft gehörend eingestuft. Die neue Strategie sieht eine strikte Spezialisierung auf Hörgeräte und Cochlea-Implantate vor. Künftig will das Unternehmen seine Marktführerschaft vor allem durch Innovationen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Lifestyle-orientierte Hörlösungen verteidigen.

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Ambitionierte Ziele treffen auf schwache Prognose

Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 peilt Sonova einen Umsatz von 6 Milliarden Schweizer Franken an. Dies soll durch eine jährliche Wachstumsrate von 5 bis 10 % sowie eine Steigerung des Kern-EBIT um bis zu 12 % in Lokalwährungen erreicht werden.

Allerdings trübt die aktuelle Geschäftsentwicklung das langfristige Bild. Für das laufende Jahr 2025/26 bestätigte das Management zwar den Ausblick, warnte jedoch, dass das Wachstum voraussichtlich nur das untere Ende der prognostizierten Spanne erreichen wird. Erwartet wird ein Umsatzplus zwischen 5 und 9 % sowie ein EBITA-Wachstum von 14 bis 18 %.

Aktie markiert neues Jahrestief

Anleger reagierten enttäuscht auf die gedämpften kurzfristigen Erwartungen. Die Aktie verlor am Montag 7,78 % und markierte bei 180,15 € ein neues 52-Wochen-Tief. Damit hat das Papier seit Jahresbeginn bereits über 20 % an Wert verloren. Der deutliche Abstand von rund 22 % zum 200-Tage-Durchschnitt unterstreicht die aktuelle Schwächephase des Titels.

Detaillierte Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025/26 wird Sonova am 18. Mai 2026 präsentieren. Investoren dürften bis dahin vor allem darauf achten, ob die geplante Veräußerung der Consumer-Sparte zügig voranschreitet und ob sich im Kerngeschäft eine Stabilisierung der Margen abzeichnet.

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