Solana legt im Januar kräftig vor. Während Bitcoin und Ethereum eher seitwärts laufen, zieht die Highspeed-Blockchain frisches Kapital von Profiinvestoren an. Treiber sind vor allem ein wichtiger technischer Meilenstein, der Erfolg eines Spot-ETFs und erste große Schritte in Richtung klassischer Finanzwelt.

Starke Nachfrage trotz schwächerem Gesamtmarkt

Solana gehört in dieser Woche zu den stärkeren Coins am Markt. Auf Wochensicht steht ein Plus von gut 7 %, obwohl das Umfeld von makroökonomischer Unsicherheit und verhaltener Bitcoin-Entwicklung geprägt ist.

Mit rund 135,84 US-Dollar notiert SOL weiter klar über dem jüngsten Jahrestief, liegt aber immer noch deutlich – gut 42 % – unter dem 52‑Wochen-Hoch. Der Abstand signalisiert: Die Erholung ist da, von Euphorie ist der Markt aber weit entfernt.

Auffällig ist die relative Stärke gegenüber Bitcoin und vielen anderen Altcoins. Marktbeobachter sprechen von einer typischen Rotationsphase, in der Kapital aus den großen Werten in riskantere, aber chancenreichere Projekte fließt.

Technischer Rückenwind auf dem Chart

Charttechnisch zeigt Solana kurzfristig ein konstruktives Bild. Der Coin hat einen fallenden Trend im Stundenchart überwunden und handelt über dem 50‑Tage-Durchschnitt, was auf eine Stabilisierung der mittelfristigen Lage hinweist.

Der RSI von 40,2 liegt im neutralen Bereich. Damit ist der Markt nicht überhitzt, zugleich aber noch weit von klaren Überverkaufsniveaus entfernt. Entscheidend bleiben nun die nächsten Widerstände im Bereich um 140 bis 145 US‑Dollar. Auf der Unterseite bieten Zonen um 135 und knapp darunter erste Unterstützungen.

Firedancer: Technisches Upgrade als Vertrauensfaktor

Ein wesentlicher Grund für das neu erwachte Interesse: der Mainnet-Start von Firedancer im Januar 2026. Der von Jump Crypto entwickelte, unabhängige Validator-Client reduziert die Finalitätszeit von Transaktionen auf etwa 150 Millisekunden. Damit adressiert Solana frühere Kritikpunkte wie Instabilität und wiederholte Netzwerkausfälle.

Firedancer gilt als Schlüsselschritt der technischen Roadmap. Ziel ist eine potenzielle Kapazität von bis zu einer Million Transaktionen pro Sekunde. Zugleich sorgt der zusätzliche Client für mehr Dezentralisierung, da Node-Betreiber eine wichtige zusätzliche Software-Option haben. Weniger Abhängigkeit von einer einzelnen Implementierung reduziert das Risiko von Single Points of Failure – ein Argument, das speziell für institutionelle Anleger Gewicht hat.

ETF-Milliarde und große Adressen

Spot-SOL-ETF knackt die Milliardenmarke

Auf der Kapitalseite sorgt der Spot-Solana-ETF für Schlagzeilen. Das Produkt hat in dieser Woche die Marke von 1 Mrd. US‑Dollar an verwaltetem Vermögen überschritten. Dieser Schwellenwert zeigt, dass regulierte Zugangswege zu SOL inzwischen substanziell genutzt werden – vor allem durch professionelle Investoren.

Berichten zufolge hält der Vermögensverwalter Forward Industry nahezu 1 Mrd. US‑Dollar in SOL, während weitere Adressen wie Defidevcorp Engagements im hohen dreistelligen Millionenbereich aufgebaut haben. Diese akkumulierten Positionen stützen die Erzählung, dass Solana sich von einem Retail-getriebenen Coin zu einem ernsthaften Vehikel für institutionelle Liquidität entwickelt.

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Western Union an Bord

Ein weiterer Mosaikstein ist die Integration von Solana durch Western Union. Der etablierte Zahlungsdienst nutzt das Netzwerk nun offiziell als Infrastruktur für internationale Transaktionen. Im Zentrum stehen die hohe Transaktionsgeschwindigkeit und Gebühren im Sub-Cent-Bereich.

Für Solana ist das ein wichtiges Signal in Richtung Realwirtschaft: Die Blockchain wird nicht nur für Trading und Spekulation verwendet, sondern zunehmend als technischer Unterbau für globale Zahlungsströme.

On-Chain-Daten: Nutzung statt reiner Spekulation

Die On-Chain-Metriken zeichnen ein Bild solider Fundamentaldaten:

  • Application Revenue: 2,39 Mrd. US‑Dollar im Jahr 2025, ein Plus von 46 % gegenüber dem Vorjahr – neuer Rekordwert
  • Network Revenue: 1,48 Mrd. US‑Dollar, 48‑facher Anstieg innerhalb von zwei Jahren
  • Täglich aktive Wallets: rund 3,2 Mio.
  • Tägliche Non‑Vote‑Transaktionen: etwa 100 Mio. im gesamten Jahr 2025
  • Stablecoin-Zuflüsse: knapp 900 Mio. US‑Dollar allein am 6. Januar 2026

Diese Daten deuten auf reale Nutzung in DeFi, Gaming und Payments hin, nicht nur auf kurzfristige Spekulationsspitzen. Hinzu kommt: Solana führt derzeit bei DEX‑Volumina sowohl im 24‑Stunden- als auch im 30‑Tage-Vergleich und ist die größte Kette nach Marktkapitalisierung für tokenisierte Aktien. Für institutionelle Anleger sind solche Kennzahlen relevant, weil sie Liquidität und Marktbreite anzeigen.

DeFi: Solide, aber unter dem Hoch

Trotz der starken Netzwerkaktivität liegt der DeFi‑TVL (Total Value Locked) auf Solana aktuell bei 8,86 Mrd. US‑Dollar. Damit ist der Wert rund ein Drittel unter dem Hoch von 13,22 Mrd. US‑Dollar aus September 2025.

Der Rückgang spiegelt in erster Linie die breite Abkühlung im DeFi‑Sektor im vierten Quartal 2025 wider und weniger ein spezifisches Solana-Problem. Parallel dazu zeigt sich allerdings weiter Unterstützung von zentralen Börsen: Coinbase hat jüngst zwei Solana‑Ökosystem‑Tokens – Raydium (RAY) und Energy Dollar (ENERGY) – auf seine Listing-Roadmap gesetzt und untermauert damit die Bedeutung des Netzwerks als DeFi‑Plattform.

Makrofaktoren und kurzfriste Perspektive

Kurzfristig könnte die nächste größere Kursbewegung stark von Makrodaten abhängen. Die heute anstehenden US‑Arbeitsmarktzahlen (8:30 Uhr ET) haben das Potenzial, Risikoappetit und Liquidität im gesamten Kryptomarkt zu beeinflussen. Zusätzlich können politische Entscheidungen wie anstehende Urteile des US‑Supreme Court zu Zollthemen für Schwankungen an den Finanzmärkten sorgen.

Analysten ordnen die aktuelle Altcoin‑Rally als klassisches Rotationsmuster ein: In Phasen erhöhter Unsicherheit fließt Kapital in Projekte mit höherer theoretischer Upside. Gleichzeitig warnen Experten, dass ohne anhaltend hohes Volumen und breite Marktteilnahme Kursgewinne in Altcoins schnell wieder abverkauft werden können.

Einordnung im Jahresvergleich

Trotz der jüngsten Stärke bleibt der Blick über zwölf Monate nüchtern. SOL liegt im Jahresvergleich immer noch etwa 37 % im Minus. Vom Allzeithoch bei 295 US‑Dollar im Januar 2025 hat sich der Kurs im schwachen vierten Quartal bis auf rund 122 US‑Dollar zurückgezogen.

Ausgehend von diesen Tiefs ist das aktuelle Niveau im Bereich von 135 bis knapp 140 US‑Dollar zwar eine spürbare Erholung, die Lücke zu den alten Höchstständen ist aber groß. Für viele institutionelle Adressen kann gerade dieser Abstand – kombiniert mit verbesserten Fundamentaldaten – ein Argument sein, Positionen schrittweise aufzubauen statt hinter einer Rally herzulaufen.

Fazit: Von Retail-Story zur Infrastruktur-These

Solana entwickelt sich im Januar 2026 sichtbar weiter – weg von der reinen Retail-Spekulation hin zu einer Infrastruktur-Story mit institutioneller Dimension. Firedancer erhöht Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit, der Spot‑ETF mit mehr als 1 Mrd. US‑Dollar Vermögen schafft regulierten Zugang, und Integrationen wie die von Western Union zeigen konkrete Anwendungen im Zahlungsverkehr.

Gleichzeitig belegen On‑Chain‑Kennzahlen wie steigende Umsätze, hohe Nutzerzahlen und starke DEX‑Volumina, dass das Netzwerk intensiv genutzt wird. Kurzfristig dürften vor allem die Reaktion auf die US‑Arbeitsmarktdaten und das Verhalten an den technischen Marken um 140 bis 145 US‑Dollar bestimmen, ob Solana die aktuelle relative Stärke im Markt behaupten kann oder zunächst in eine Konsolidierungsphase übergeht.

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