Solana bekommt gerade zwei sehr unterschiedliche Baustellen gleichzeitig in den Griff: Sicherheitsrisiken im Kern der Blockchain – und ein Marktumfeld, in dem viele Anleger Kryptoprodukten den Rücken kehren. Ausgerechnet hier sticht SOL mit Zuflüssen hervor. Was sagt das über die Wahrnehmung des Netzwerks aus?

Sicherheitslücken: Update unter Zeitdruck

Am 10. Januar haben Solana-Entwickler laut Anza, dem Team hinter dem wichtigsten Software-Client, ein dringendes Update veröffentlicht. Hintergrund waren zwei kritische Bugs, die im schlimmsten Fall Angriffe auf die Stabilität des Netzwerks ermöglicht hätten.

Konkret ging es um:
- Validator-Risiko über das Nachrichtensystem: Angreifer hätten Validatoren zum Absturz bringen können.
- Spam bei Voting-Messages: Manipulierte, massenhaft gesendete Abstimmungsnachrichten hätten den Konsens verlangsamen oder sogar stoppen können – also den Prozess, mit dem neue Blöcke bestätigt werden.

Die Solana Foundation stellte dafür Version 3.0.14 für Mainnet-Validatoren bereit. Über den Statuskanal @SolanaStatus wurde das Release als „urgent“ eingestuft und sowohl für gestakte als auch ungestakte Validatoren empfohlen.

Koordination als Schwachpunkt

Brisant war weniger das Patchen selbst, sondern die Umsetzung im Feld: Frühe Daten zeigten, dass zunächst nur rund 18% des gestakten SOL zügig auf die neue Version wechselten. Das legt ein klassisches Problem offen: Selbst wenn die Technik bereitsteht, muss ein Netzwerk-Upgrade auch koordiniert durch die Validatoren getragen werden.

Als Reaktion zog die Foundation die Regeln an. Validatoren riskieren nun, delegierten Stake zu verlieren, wenn sie vorgeschriebene Software-Versionen ignorieren.

Gleichzeitig verweist Solana auf 100% Uptime in den vergangenen 90 Tagen. Der letzte offiziell anerkannte große Ausfall liegt demnach am 6. Februar 2024, als das Mainnet rund fünf Stunden stillstand.

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Zuflüsse trotz Krypto-Abflüssen

Während der Gesamtmarkt Abflüsse verzeichnete, lief es bei Solana-Produkten gegen den Strom. Laut dem CoinShares-Wochenbericht vom 26. Januar gab es bei Solana Zuflüsse von 17,1 Mio. US-Dollar – in einer Woche, in der Krypto-Investmentprodukte insgesamt rund 1,73 Mrd. US-Dollar Nettoabflüsse sahen (der höchste Wert seit Mitte November 2025).

Der Kontext macht die Zahl greifbarer:
- Bitcoin-Produkte: -1,09 Mrd. US-Dollar
- Ethereum-Produkte: -630 Mio. US-Dollar

CoinShares-Research-Chef James Butterfill erklärt den breiten Rückzug mit nachlassenden Hoffnungen auf Zinssenkungen, schwacher Kursentwicklung und der Enttäuschung, dass Krypto nicht von einem schwächeren US-Dollar profitieren konnte. Das verwaltete Vermögen aller Krypto-Fonds fiel in der Woche von 193 auf 178 Mrd. US-Dollar, besonders stark in den USA.

Kursseitig bleibt der Coin angeschlagen: Heute notiert SOL bei 116,93 US-Dollar und damit auf einem neuen 52-Wochen-Tief.

Ökosystem: Mehr Finanz-Infrastruktur, mehr Verbindungen

Im Solana-Umfeld wird parallel an der Positionierung gearbeitet. Backpack-CEO Armani Ferrante sagte am 25. Januar gegenüber CoinDesk, das Ökosystem habe sich im vergangenen Jahr stärker auf Finanz-Infrastruktur konzentriert – weniger auf NFTs oder spekulative Anwendungen. Solana soll sich demnach als Plattform für schnellen Onchain-Handel, Marktstruktur und Settlement etablieren.

Dazu passt auch die Cross-Chain-Nachricht vom 27. Januar: Bybit, Mantle und Byreal kündigten eine Integration mit dem Mantle Super Portal an. Ziel ist, Asset-Flows zwischen EVM-Netzwerken und Solana zu ermöglichen – inklusive der nahtlosen Bewegung von MNT-Token über verschiedene Ökosysteme hinweg.

Zum technischen Fahrplan kommt zusätzlich Rückenwind aus Analystensicht: Delphi Digital nennt 2026 als mögliches Wendepunkt-Jahr und verweist auf das geplante Alpenglow-Upgrade, das die Finalität auf 100–150 Millisekunden drücken soll (von zuvor 12,8 Sekunden). Der Validator-Client Firedancer von Jump wiederum demonstrierte in Tests bereits mehr als eine Million Transaktionen pro Sekunde und wird weiter Richtung vollständiger Einsatz entwickelt.

Zum Bild institutioneller Fantasie gehört außerdem: Morgan Stanley hat S‑1-Unterlagen für einen Solana-Spot-ETF bei der SEC eingereicht und reiht sich damit in weitere Anbieter ein, die ähnliche Produkte prüfen.

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