Solana: Probleme drohen?
Die Kryptowährung Solana gerät am Montag deutlich unter Druck. Während der Kurs binnen 24 Stunden über 6 Prozent nachgibt und unter die Marke von 135 US-Dollar rutscht, sorgen neue Zollandrohungen der USA für Nervosität am gesamten Kryptomarkt. Die Frage: Ist das nur eine temporäre Korrektur oder kippt die Stimmung nachhaltig?
Tariff-Ängste treffen Risikoassets
Verantwortlich für die Schwäche sind Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der ab dem 1. Februar Zölle von 10 Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern ankündigte – mit möglicher Erhöhung auf 25 Prozent im Juni. Diese makroökonomische Unsicherheit trifft besonders risikobehaftete Anlageklassen wie Kryptowährungen. Solana gehört dabei zu den größten Verlierern unter den etablierten Coins und performt schwächer als Bitcoin oder Ethereum.
Technisch hat SOL wichtige Unterstützungen durchbrochen. Die 20- und 50-Tage-Linien bei 137 bis 138 Dollar sind gefallen, nachdem der Token zuvor drei Wochen in Folge zugelegt und sich rund 20 Prozent von den Dezembertiefs erholt hatte.
Derivatemärkte zeigen Kapitulation
Am Terminmarkt zeigt sich das Ausmaß der Bewegung deutlich: Long-Positionen im Wert von 59 Millionen Dollar wurden liquidiert, während Short-Positionen nur 1,4 Millionen Dollar ausmachten. Offensichtlich wurden bullisch positionierte Trader auf dem falschen Fuß erwischt. Das Open Interest sank um 7 Prozent auf 8,19 Milliarden Dollar, die Funding Rate ist erstmals seit Wochen negativ.
Netzwerkaktivität auf Vier-Monats-Hoch
Während der Preis schwächelt, zeichnen die On-Chain-Daten ein völlig anderes Bild. Die Zahl aktiver Adressen im Solana-Netzwerk sprang innerhalb einer Woche um 56 Prozent auf 27,1 Millionen. Die wöchentlichen Transaktionen kletterten auf 515 Millionen – mehr als bei allen anderen großen Blockchains.
Besonders bemerkenswert: Das Transaktionsvolumen erreichte mit 457 Millionen Dollar den höchsten Stand seit vier Monaten. An Spitzentagen verzeichnete das Netzwerk bis zu 1,6 Millionen neue und 1,36 Millionen bestehende aktive Adressen.
RWA-Bereich knackt Milliarden-Marke
Ein Meilenstein für die langfristige Entwicklung: Der Bereich der tokenisierten Real-World-Assets (RWA) auf Solana überschritt erstmals die Schwelle von 1,12 Milliarden Dollar – ein Plus von knapp 19 Prozent binnen 30 Tagen. Die Zahl der Halter stieg auf über 134.000.
Institutionelle Schwergewichte sind bereits vertreten: BlackRocks USD Institutional Digital Liquidity Fund (BUIDL) hält rund 205 Millionen Dollar im Solana-RWA-Ökosystem, gefolgt von PRIME mit 201 Millionen und Ondo U.S. Dollar Yield mit 176 Millionen Dollar.
DeFi-Metriken im Aufwind
Auch im breiteren DeFi-Segment wächst Solana weiter:
- Total Value Locked: Anstieg von 8,36 Milliarden Dollar Ende Dezember auf aktuell 9,16 Milliarden
- Stablecoin-Marktkapitalisierung: Zuwachs von 13,1 auf 15 Milliarden Dollar seit dem 11. Januar
- DEX-Handelsvolumen: Meme Coins machen rund 50 Prozent des wöchentlichen DEX-Volumens aus
Diese Zahlen belegen: Die Liquidität und Nutzung des Netzwerks nehmen zu, unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen.
ETF-Zuflüsse mit ersten Rissen
Die in den USA gehandelten Spot-Solana-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von knapp 47 Millionen Dollar. Am Freitag kam es jedoch erstmals seit dem Launch zu Abflüssen von rund 2,2 Millionen Dollar – davon 1,9 Millionen aus dem Grayscale GSOL und 700.000 Dollar aus dem 21Shares TSOL.
Aufgrund des Feiertags (Martin Luther King Jr. Day) bleiben die US-Märkte am Montag geschlossen. Die ETF-Handelstätigkeit wird erst am Dienstag fortgesetzt.
Technischer Ausblick
Die charttechnischen Indikatoren haben auf vorsichtig negativ gedreht. Der MACD kreuzte die Signallinie nach unten, der RSI fiel auf 45 Punkte – noch nicht überverkauft, aber deutlich unter der neutralen 50er-Marke.
Wichtige Widerstände liegen bei 146 bis 148 Dollar, wo Verkäufer in den vergangenen Wochen wiederholt aktiv wurden. Auf der Unterseite bildet die Zone um 125 bis 130 Dollar die nächste Unterstützung. Ein Bruch würde den Weg in Richtung der Dezembertiefs bei 118 bis 120 Dollar ebnen.
Gelingt hingegen die Rückeroberung der 148-Dollar-Marke, käme der 200-Tage-Durchschnitt bei 159 Dollar ins Spiel.
Die Perspektive bleibt intakt
Unabhängig von der aktuellen Schwäche arbeitet Solana weiter an seiner technischen Roadmap. Das Alpenglow-Upgrade soll die Transaktionsbestätigung von 12-13 Sekunden auf etwa eine Sekunde verkürzen. Firedancer soll die Netzwerkgeschwindigkeit auf über eine Million Transaktionen pro Sekunde steigern.
Sollte zudem der Digital Asset Market Clarity Act Realität werden, könnte dies weitere ETF-Zulassungen und institutionelles Kapital nach sich ziehen. Die fundamentalen Daten – Rekordtransaktionen, wachsende RWA-Akzeptanz, steigende TVL – sprechen dafür, dass das Vertrauen in die langfristige Story intakt bleibt. Kurzfristig entscheidet sich nun, ob die Bullen die aktuellen Supportzonen halten können.
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