Solana startet ins Jahr 2026 mit neuem Schwung. Nach einem schwachen Herbst hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt – getrieben von starkem Kapitalzufluss, hoher Netzwerkaktivität und einem großen Technologie-Upgrade, das die Plattform näher an klassische Finanzmarkt-Infrastruktur bringen soll. Entscheidend ist nun, ob Solana diesen Rückenwind in einen nachhaltigen Trend ummünzen kann.

Kursbild und Marktrotation

In der ersten Januarwoche 2026 hat Solana sichtbar an Stärke gewonnen. Der Kurs liegt aktuell bei 135,34 US‑Dollar und damit rund 8 % höher als noch vor sieben Tagen. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein leichtes Plus, seit Jahresbeginn ein Zuwachs von knapp 7 % – nach einem Rückgang von über 40 % gegenüber dem 52‑Wochen-Hoch ist das eher eine Erholung als eine Rally.

Technische Indikatoren deuten kurzfristig auf verbessertes Momentum hin. Solana hat seinen vorangegangenen Abwärtstrend aus dem Oktober nach oben verlassen und wichtige gleitende Durchschnitte zurückerobert. Marktbeobachter sprechen von algorithmischen Käufen und Eindeckungen von Short-Positionen, nachdem zentrale Widerstände überwunden wurden.

Auffällig ist parallel eine Verschiebung bei größeren Marktteilnehmern. Daten des Analysehauses Alphractal zufolge setzen „Wale“ zunehmend auf ausgewählte Altcoins wie Solana, während sie Bitcoin auf der Short-Seite spielen. Dieses Umschichten weg vom Marktführer hin zu sogenannten Blue-Chip-Altcoins wird als Zeichen gewertet, dass professionelle Investoren Solanas kurzfristiges Potenzial im Vergleich zu Bitcoin höher einschätzen.

Netzwerkausbau und On-Chain-Daten

Dominanz im Transaktionsvolumen

Auf der Blockchainebene hat Solana 2025 ein starkes Jahr hingelegt. Laut Nansen AI wurden im vergangenen Jahr etwa sechsmal so viele Transaktionen verarbeitet wie auf der BNB Chain. Diese Dominanz beim Durchsatz spiegelt die technische Ausrichtung des Netzwerks und die wachsende Nutzung in Bereichen wie DeFi, NFTs und Zahlungsanwendungen wider.

Lucas Bruder, CEO von Jito Labs, beschreibt 2025 als Wendepunkt: Zum ersten Mal habe sich die Vision einer Art „dezentraler NASDAQ“ auf Solana konkretisiert, weil das Netzwerk in vielen Anwendungsfällen zur Standardlösung geworden sei.

Mehr Kapazität, weniger Staus

Parallel wurden die technischen Grundlagen weiter ausgebaut. Die verfügbare Blockkapazität stieg 2025 um etwa 25 %. Hintergrund ist die Beseitigung der Engpässe, die vor allem während des Memecoin-Hypes Anfang 2025 für spürbare Netzwerküberlastungen gesorgt hatten.

Inzwischen läuft das Netzwerk deutlich stabiler, Transaktionen werden schneller und mit geringeren Gebühren abgewickelt. Aus Entwicklersicht ist das ein wichtiger Schritt, um nicht nur kurzfristige Hypes, sondern auch langlebige Finanzanwendungen zu tragen.

Institutionelle Gelder und ETF-Fantasie

Rekordzuflüsse in SOL-Produkte

Auf der Kapitalseite sticht vor allem ein Punkt heraus: Produkte auf Solana-Assets verzeichneten 2025 Rekordzuflüsse. Insgesamt flossen rund 3,56 Milliarden US‑Dollar zu – mehr als das Zehnfache der etwa 310 Millionen US‑Dollar aus dem Jahr 2024. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Solana bei institutionellen Investoren an Gewicht gewonnen hat.

Dieser Trend setzt sich in den ersten Wochen 2026 fort. Solana-Produkte verzeichnen bereits die zweite Woche in Folge Zuflüsse, während bei Bitcoin- und Ethereum-Produkten im gleichen Zeitraum Gelder abflossen. Die Rotation zugunsten von Solana ist also nicht nur auf der Blockchain, sondern auch in den Anlagevehikeln sichtbar.

Ein weiterer Treiber ist die Erwartung möglicher Solana-ETFs in den USA. Vor dem Hintergrund neuer Regulierungsinitiativen wie dem CLARITY Act steigt die Hoffnung, dass SOL in regulierten Produkten für ein breiteres Anlegerpublikum zugänglich wird. Konkrete Zulassungen gibt es zwar noch nicht, doch die Aussicht darauf stärkt das Narrativ eines institutionell kompatiblen Ökosystems.

Alpenglow: Upgrade mit Signalwirkung

Finalität nahezu in Echtzeit

Ein zentraler Katalysator für die aktuelle Solana-Story ist das anstehende Konsens-Upgrade „Alpenglow“. Die Änderungen wurden von den Validatoren mit 98 % Zustimmung angenommen und gelten als tiefgreifende Weiterentwicklung der bisherigen Architektur.

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Kernversprechen: Die Zeit bis zur finalen Bestätigung einer Transaktion soll von aktuell rund 12,8 Sekunden auf etwa 100 bis 150 Millisekunden schrumpfen – ein theoretischer Geschwindigkeitsvorteil um den Faktor 100. Damit nähert sich Solana in puncto Finalität den Reaktionszeiten klassischer Web2-Anwendungen an.

Technisch setzt Alpenglow auf zwei neue Komponenten:

  • Votor: Ein leichtgewichtiger, abstimmungsbasierter Mechanismus, der Blöcke in nur einer Runde finalisieren kann, wenn 80 % des Stakes teilnehmen.
  • Rotor: Ein Modul zur effizienteren Datenverteilung im Netzwerk, um Latenzen weiter zu reduzieren.

Damit wird der bisherige Mix aus Proof of History und Tower BFT abgelöst. Ziel ist eine effizientere Koordination im Netzwerk und engere Finalitätsgarantien. Jito-CEO Bruder betont, dass solche Eigenschaften als Voraussetzung für große, kapitalkritische Märkte gesehen werden – also genau jene Anwendungen, auf die viele institutionelle Akteure schauen.

DeFi, Stablecoins und reale Vermögenswerte

Neben der Basisinfrastruktur arbeitet das Solana-Ökosystem an neuen Anwendungsfeldern mit direktem Bezug zur traditionellen Finanzwelt. Ein Schwerpunkt ist die Tokenisierung realer Vermögenswerte („Real World Assets“, RWA).

Größere Finanzakteure, darunter Western Union, bringen dafür Stablecoins auf die Solana-Blockchain. Co‑Gründer Anatoly Yakovenko sieht hier erhebliches Potenzial und hat für das Stablecoin-Segment insgesamt eine mögliche Größenordnung von bis zu 1 Billion US‑Dollar bis 2026 in den Raum gestellt.

Auch im Bereich Retail-Produkte tut sich etwas: In Zusammenarbeit mit Kalshi wurden Prognosemärkte in die Phantom-Wallet integriert. Privatanleger können damit direkt über Solana auf verschiedene Ereignisse setzen. Solche Angebote erweitern die Palette an Finanzanwendungen im Netzwerk und können zusätzliche Nutzergruppen anziehen.

Technisches Bild: Marken und Zeithorizonte

Wichtige Kurszonen

Charttechnisch bleiben mehrere Marken im Fokus. Auf der Unterseite gelten 120 bis 124 US‑Dollar als zentrale Unterstützungszone. Dort sehen Analysten eine wichtige Nachfragebasis nach der Korrektur von den Hochs bei 240 bis 260 US‑Dollar, die Solana im Laufe des Jahres 2025 markiert hatte.

Auf der Oberseite liegt die unmittelbare Hürde im Bereich von 145 bis 160 US‑Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde aus technischer Sicht den Weg in Richtung 180 und perspektivisch 200 US‑Dollar öffnen. Bis dahin werden Zwischenanstiege eher als Erholungsbewegungen innerhalb eines größeren Korrekturmusters gewertet, nicht als bestätigte Trendwende.

Langfristige Struktur

Auf längere Sicht verweisen technische Analysten auf eine aufwärtsgerichtete Trendlinie, die sich seit den Tiefs von 2021 durch mehrere Marktphasen zieht. Diese Struktur ist im Wochenchart weiterhin intakt und stützt eine konstruktive Sicht für Anleger mit längerem Horizont, trotz teils heftiger Schwankungen auf dem Weg.

Fazit: Viel Potenzial, klare Hürden

Solana geht mit mehreren Trümpfen ins neue Jahr: stark steigenden institutionellen Zuflüssen, hoher Nutzung auf der Chain, spürbar verbesserter Infrastruktur und einem großen Konsens-Upgrade, das Finalität auf nahezu Echtzeit bringen soll. Gleichzeitig steckt der Kurs noch deutlich unter früheren Hochs und bewegt sich charttechnisch weiter in einem Spannungsfeld aus Erholung und offener Trendbestätigung.

In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob Solana die Kombination aus technologischer Aufrüstung, wachsender Rolle im Stablecoin- und RWA-Segment sowie der aktuellen Altcoin-Rotation nutzen kann, um die Widerstandszone um 145 bis 160 US‑Dollar überzeugend hinter sich zu lassen und die langfristige Aufwärtsstruktur zu festigen.

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