Solana: Kritische Marke erreicht
Die Solana-Blockchain steht unter Druck. Bei rund 127 US-Dollar testet der SOL-Token eine entscheidende Unterstützungszone – und das inmitten einer Woche, die von Klagen, makroökonomischen Turbulenzen und paradoxerweise auch von bemerkenswerten institutionellen Fortschritten geprägt war. Während der Kurs innerhalb von sieben Tagen um elf Prozent fiel, wächst das Interesse großer Finanzakteure weiter.
Sammelklage und geopolitische Risiken belasten
Zwei Faktoren setzten SOL zuletzt besonders zu: Eine Sammelklage gegen die Solana Foundation, Solana Labs und weitere Akteure des Ökosystems – darunter die Meme-Coin-Plattform Pump.fun – sorgt für Unsicherheit. Details bleiben bislang unklar, doch allein die Tatsache einer rechtlichen Auseinandersetzung belastet die Stimmung.
Hinzu kommen makroökonomische Verwerfungen. Spannungen rund um mögliche US-Aktionen bezüglich Grönland und drohende europäische Zölle lösten eine Risk-off-Bewegung aus. Kryptowährungen, die stark mit risikobehafteten Assets korrelieren, gerieten unter Verkaufsdruck. Solana bildete keine Ausnahme.
Ein weiteres Warnsignal: Die Stablecoin-Bestände im Solana-Netzwerk schrumpften innerhalb von 30 Tagen um rund 2,7 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 17 Prozent. Diese Entwicklung deutet auf nachlassende Liquidität hin und gilt oft als Vorbote sinkenden Anlegervertrauens.
Netzwerkaktivität zeigt andere Seite
Trotz schwacher Kursentwicklung präsentiert sich die On-Chain-Aktivität robust. Die Zahl aktiver Adressen schnellte von 4,7 Millionen Anfang Januar auf 18,9 Millionen in der dritten Woche hoch. Parallel stiegen die wöchentlichen Transaktionen von 390 Millionen auf 530 Millionen – getrieben auch durch Spekulationen um KI-basierte Token auf der Bags-Plattform.
Im DeFi-Bereich hält Solana über neun Milliarden US-Dollar an Total Value Locked und rangiert damit außerhalb von Ethereum und dessen Layer-2-Lösungen an der Spitze. Das RWA-Ökosystem (Real-World Assets) überschritt Anfang 2026 erstmals die Marke von einer Milliarde US-Dollar – ein Plus von 25 Prozent innerhalb eines Monats.
Institutionelle Akteure setzen auf Solana
Während Privatanleger Gewinne mitnehmen, strömt institutionelles Kapital weiter in das Netzwerk. Das Blockchain-Unternehmen R3, das über seine Corda-Plattform mehr als zehn Milliarden US-Dollar an Assets verwaltet, intensiviert die Zusammenarbeit mit Solana. R3-CEO bezeichnete die Blockchain als „Nasdaq der Blockchains" und verwies auf deren Durchsatz sowie das auf Trading fokussierte Design als ideale Basis für Kapitalmärkte.
Zu R3s Kundenstamm zählen HSBC, Bank of America, die italienische Zentralbank, die Monetary Authority of Singapore und die Schweizerische Nationalbank. Die Partnerschaft zielt darauf ab, institutionelle Assets in Billion-Höhe zu tokenisieren.
Auch die ETF-Landschaft zeigt Stärke: Bis Ende 2025 verzeichneten Solana-ETFs kumulative Zuflüsse von 869 Millionen US-Dollar – während Bitcoin- und Ethereum-ETFs im gleichen Zeitraum Abflüsse hinnehmen mussten. In der Woche bis zum 16. Januar 2026 flossen netto weitere 46,88 Millionen US-Dollar in SOL-Produkte.
Forward Industries (NASDAQ: FWDI) positioniert sich als größter Unternehmensinhaber von Solana-Token mit 6,9 Millionen SOL im Wert von über 1,5 Milliarden US-Dollar.
Alpenglow-Upgrade als technischer Meilenstein
Für das erste Quartal 2026 steht das Alpenglow-Upgrade an. Die technische Aufrüstung soll die Transaktionsfinalisierung von zwölf Sekunden auf 150 Millisekunden reduzieren – ein potentieller Vorteil für Hochfrequenzhandel und institutionelle Anwendungen. Seit Februar 2024 läuft das Netzwerk stabil, nachdem frühere Ausfälle das Vertrauen institutioneller Nutzer beeinträchtigt hatten.
Die 126-Dollar-Marke fungiert aktuell als kritischer Ankerpunkt. Ein Halten dieser Unterstützung könnte eine Erholung in Richtung 131 bis 135 US-Dollar ermöglichen. Ein Bruch würde dagegen den Weg zu 112 US-Dollar öffnen. Die Diskrepanz zwischen fallendem Preis und steigenden institutionellen Zuflüssen deutet darauf hin, dass langfristig orientierte Akteure die aktuelle Phase als Akkumulationschance interpretieren.
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